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Cornelia Seibeld

04.06.2026 Sitzungen 19/87

Frau Senatorin Günther-Wünsch, bitte schön! Senatorin Katharina Günther-Wünsch (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! Sehr geehrter Herr Kollege Simon! Ich freue mich erst mal sehr, dass es möglich ist, seit vielen Jahren wieder einen Kitakongress durchzuführen, der auch unter dem Motto steht: „Wir sind KiTa.“ Wir machen damit für das Land Berlin zweierlei Dinge deutlich, zum einen, dass wir bundesweit das Vorreiterland sind, was frühkindliche Bildung und das Betreuungsangebot unserer Kitainfrastruktur und unserer Kindertagespflegestruktur betrifft, denn bei uns in Berlin herrscht ein echtes Elternwahlrecht, und bei uns haben auch alle Kinder eine echte Chance, einen Platz in der frühkindlichen Bildung zu bekommen. Das Zweite, was wir damit deutlich machen, ist tatsächlich auch, dass die Bedeutung der frühkindlichen Bildung als Bildungsinstitution und eben nicht nur zur Betreuung – – Auf dem Kitakongress, der gestern und heute auf dem EUREF-Campus stattfindet, also an einer Örtlichkeit, die, glaube ich, wie kaum eine andere für Innovation und Fortschritt, aber auch für das Bild der Hauptstadt steht, wird das neue Berliner Bildungsprogramm vorgestellt. Es ist mir einmal mehr als wichtig zu betonen, dass es eben nicht eine komplette Veränderung des Berliner Bildungsprogramms der letzten zehn Jahre ist, sondern eine Weiterentwicklung. Im neuen Berliner Bildungsprogramm haben wir zwei Themen als große Querschnittsthemen verankert, die mehr denn je eine hohe Relevanz haben. Das Erste ist das Thema der Kinderrechte und des Kinderschutzes. Dieser Schwerpunkt zieht sich wie ein roter Faden über alle Kapitel im Berliner Bildungsprogramm. Das zweite Thema ist die sogenannte Sprachbildung. Auch dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden über alle Kapitel. Damit legen wir einen großen Schwerpunkt auf das Thema „Sprachliche Förderung im frühkindlichen Bereich“, damit jedes Kind spätestens, wenn es in die Schule kommt, bestmöglich sprachlich auf unsere Bildungsinstitution im schulischen Bereich vorbereitet ist, denn wir wissen seit Langem, dass die Sprachkompetenz die Grundvoraussetzung für Partizipation und Integration ist. Deswegen auch dieser Schwerpunkt im neuen Berliner Bildungsprogramm! Wir haben selbstverständlich auch weiterhin die Themen Inklusion und Teilhabe fest verankert. Und wir haben ein neues Kapitel eingeführt, und das ist das Thema Medienbildung und Digitalisierung. Uns allen muss bewusst sein, dass diese Themen auch vor der frühkindlichen Bildung nicht haltmachen, sowohl im operativen Geschäft – – Wie kann ich eigentlich den Arbeitsalltag unserer Erzieherinnen und Erzieher, unserer Kitaleitungen und unserer Träger künftig vereinfachen? Wie kann uns aber gegebenenfalls das Thema Digitalisierung und KI auch im Kitaalltag in der Zusammenarbeit mit den Kindern in der Diagnostik und Dokumentation helfen? Begleitet wird unser Kitakongress tatsächlich von dem Markt der Möglichkeiten. Es ist uns gelungen, Dutzende von Kooperationspartnern, Projekten und Unterstützern zu gewinnen, die unsere vielfältige Kitalandschaft in hervorragender Weise ergänzen und unterstützen. Es geht dabei tatsächlich um ganz unterschiedliche Themen. Wir haben Angebote zur Familienberatung und -unterstützung. Wir haben aber auch Angebote in der Heilerziehungspflege im Kernmanagement für Familien, deren Kinder besondere und komplexe Unterstützungsbedarfe haben. Alles Themen, die auch im frühkindlichen Bereich eine zentrale Rolle spielen! Wer sich einmal über unsere ganzen Fachseminare, Workshops und Partner informieren möchte, der kann gerne auf die Webseite der SenBJF gehen, wir haben dort einen Link zu einer separaten Seite, weil uns dieser Kitakongress so wichtig ist, veröffentlicht, wo man sich noch einmal alle Angebote, Vorträge und Materialien separat anschauen kann. – Vielen Dank!

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