parlament-berlin.de ↗

Tino Schopf

SPD 21.05.2026 Sitzungen 19/86

Nein, danke! – Wer ein bundesweites 9-Euro-Sommerticket einführen will, braucht eine Verständigung mit Bund, Ländern sowie Verkehrsverbünden, außerdem eine belastbare Finanzierung sowie eine organisatorische Vorbereitung. Das Ticket zu fordern, ist leicht; dann aber einen funktionierenden und finanzierbaren ÖPNV zu organisieren, ist deutlich anspruchsvoller. Dies ad hoc innerhalb kürzester Zeit umzusetzen, ist unrealistisch, denn die Menschen erwarten nicht nur ein günstiges Ticket, sie erwarten vor allem, dass das Angebot anschließend auch funktioniert. Der Kollege Wohlert hat ja dazu ausgeführt. Dazu gehören eben die pünktlichen Bahnen, verlässliche Takte und natürlich auch ausreichend Personal. Ein billiges Ticket allein nützt also nichts, denn Frust kommt auf, wenn die Bahn nicht fährt oder hoffnungslos überfüllt ist. Ja, wir wollen bezahlbare Mobilität, und ja, wir müssen über angemessene Preise sprechen, um noch mehr Anreize für die dauerhafte ÖPNV-Nutzung zu schaffen. Bei dem Thema laufen Sie bei uns, der SPD-Fraktion, offene Türen ein. Kollege Ronneburg hat es gesagt: Wir streben selbst eine Senkung auf 49 Euro an, aber wir müssen auch dafür sorgen, dass der ÖPNV von morgen attraktiv, modern und vor allem leistungsfähig ist. Hierzu müssen wir ein Angebot auf die Schiene bringen, das leistungsstark, zuverlässig und vor allem dauerhaft auskömmlich finanziert ist. Ihr Antrag, liebe Grüne, benennt ein reales Anliegen – ja – , aber er liefert keine Antwort auf die Frage, wie ein solches Modell dann wirklich finanziert, organisiert und dauerhaft getragen werden soll. Deshalb freuen wir uns auf den Austausch im Ausschuss. – Vielen Dank! [Beifall bei der SPD]

Alle Reden von Tino Schopf Protokoll ↗