Dr. Torsten Kühne
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! Ich kann an der Stelle gern wiederholen, dass wir das schulfachliche Defizit noch in allen Schularten haben, sowohl im Gymnasialbereich – dort fehlen uns berlinweit auch noch über 4 000 Schulplätze – als auch im ISS-Bereich. Ich möchte darauf hinweisen: Wir werden ja jetzt erst den Anmeldezeitraum ab nächster Woche haben, sodass wir danach dann erst anhand der Anmeldezahlen genau sehen werden, wie sich das entsprechend aufteilt. Ich will aber noch mal sagen: Wir haben im letzten Übergangsverfahren 25 Prozent Schülerinnen und Schüler gehabt, die eine Gymnasialempfehlung hatten, sich dann aber für eine ISS entschieden haben. Wir werden nach dem Anmeldezeitraum sehen, wie sich das in diesem Jahr entwickelt. Für dieses Übergangsverfahren gibt es auch noch einen entscheidenden Unterschied: Im letzten Übergangsverfahren hatten wir noch das Probejahr. Diejenigen, die das Probejahr am Gymnasium nicht bestanden haben, eine Größenordnung von 800 Schülerinnen und Schülern, sind dann zur Jahrgangsstufe 8 an eine ISS oder Gemeinschaftsschule gewechselt. Das wird es in diesem Übergangsverfahren nicht mehr geben; das ist also schon mal eine erste Entlastung für die ISS und Gemeinschaftsschulen. Wir werden dann sehen, zu welchen Effekten das führt, und wir werden dann auch auswerten, wie viele der Kinder mit Gymnasialempfehlung sich dieses Jahr für eine ISS entscheiden. Insofern kann man das im Vorfeld nicht immer genau prognostizieren. Wir haben aber schon die enge Abstimmung mit allen zwölf Schulträgern begonnen, wie wir das auch in den letzten Jahren gemacht haben. Ich werde auch wieder in Person mit allen zwölf Schulträgern Bezirkskonferenzen durchführen, sodass wir passgenau und bedarfsgerecht die Schulplätze an den Standorten schaffen werden, an denen wir sie brauchen. – Herzlichen Dank! [Beifall bei der CDU]
