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Stephan Standfuß

CDU 12.02.2026 Sitzungen 19/80

Nein, wir haben, glaube ich, heute genug Geschmacksproben der Parallelwelt der Grünen bekommen. Das reicht eigentlich. [Heiterkeit und Beifall bei der CDU] Heute steht ein Antrag der Grünen zur Diskussion, der auf den ersten Blick nach mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung klingt. Für den Moment hatte ich das Gefühl, dass der Wind of Change durch die Grünenfraktion weht. Diejenigen, die sich ernsthaft mit dem Thema Olympiabewerbung beschäftigen, die vielleicht oben rechts oder links auf ihrem Bildschirm gerade jetzt auch Olympia live laufen haben und mit unseren Athletinnen und Athleten mitfiebern, soll es in Ihrer Fraktion auch geben. Aber bei genauerem Hinsehen wird klar: Dieser Antrag ist eben kein Beitrag zur sachlichen Debatte, sondern ein Hemmnis für Berlins Chancen, Olympische und Paralympische Spiele auszurichten und damit auch ein Hemmnis für eine positive und erfolgreiche Entwicklung der Stadt Berlin insgesamt. Zum Thema Transparenz erinnere ich mich noch an die Worte von Herrn Buchner, der bei einer vorherigen Rede dargestellt hat, wie unterschiedlich die Grünen in Deutschland zum Thema Olympia stehen. Ich habe bis heute noch nicht verstanden, welche Teile der Grünen aus welchen Gründen nun gegen Olympische und Paralympische Spiele sind und welche dafür. Vielleicht können Sie uns in der Zukunft ein bisschen mehr aufklären. Transparent wäre es gewesen, wenn Sie hier klar gesagt hätten: Wir lehnen einfach die Bewerbung Berlins für Olympia ab – , dann würde das auch viel besser zu Ihnen als Verhinderungs- und Verbotspartei passen. [Werner Graf (GRÜNE): Transparenz ist für Sie schon immer ein Problem! – Zurufe von Julian Schwarze (GRÜNE) und Tobias Schulze (LINKE)] Ihr Antrag ist kein Beitrag zur Sachlichkeit, sondern ein Bremsklotz. Wir brauchen keine ideologischen Debatten, sondern eine entschlossene, flexible und wettbewerbsfähige Bewerbung. Denn was Sie mit vorgeblicher Transparenz, angeblichem Interesse an Bürgerbeteiligung und gespielter Sorge vor finanziellen Risiken hier zum Ausdruck bringen, ist Ihre Ablehnung der Olympiabewerbung an sich. Diesen Geist atmet der gesamte Antrag und deshalb macht es auch keinen Sinn, sich mit den einzelnen Begründungen und Details weiter auseinanderzusetzen. [Beifall bei der CDU – Zurufe von den GRÜNEN] Wir haben dagegen von Anfang an konsequent und transparent gehandelt, und wir wissen: Die Olympischen Spiele und die Paralympischen Spiele sind eine Investition in die Zukunft und gut für diese Stadt. Wir haben es im Koalitionsvertrag gemeinsam festgehalten, und die Innensenatorin, aber auch der Regierende Bürgermeister haben nie einen Zweifel daran gelassen, dass wir eine erfolgreiche Bewerbung für Berlin auf den Weg bringen müssen. Wir haben dann ein sehr starkes Grobkonzept BERLIN+ abgegeben, wo alle Teile Berlins, aber auch unsere Partner, die Bundesländer, die mitmachen, entsprechend enthalten sind. 90 Prozent der Sportstätten sind übrigens in Berlin schon vorhanden, sodass man wirklich sagen kann, dass es ein nachhaltiges Konzept ist, was eigentlich von Ihnen, von den Grünen, auch befürwortet werden muss. [Beifall von Lisa-Bettina Knack (CDU)] Olympische und Paralympische Spiele bringen moderne Sportstätten, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Impulse und internationale Aufmerksamkeit. Natürlich wissen wir, dass wir die Risiken im Blick behalten müssen, aber wir dürfen die Chancen nicht ignorieren. Der Senat plant verantwortungsvoll mit klaren Prioritäten, Sanierung vor Neubau und Nachhaltigkeit statt Prunk. Warum also eine Bewerbung blockieren, die Berlin stärken und eine großartige Chance für die gesamte Region sein kann? Die CDU steht weiterhin zur Olympiabewerbung, weil sie Berlin und die Region stärkt, weil sie gut für diese Sportmetropole und für diese Stadt ist. Ich kann es nur mit den Worten der Kampagne sagen: Berlin gewinnt mit Olympia und nicht ohne. – Herzlichen Dank! [Beifall bei der CDU – Vereinzelter Beifall bei der SPD – Beifall von Gunnar Lindemann (AfD) und Frank Scheermesser (AfD)]

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