Cornelia Seibeld
Frau Senatorin Günther-Wünsch, bitte schön! Senatorin Katharina Günther-Wünsch (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! Vielen Dank, Herr Hopp, für die Frage! Die Erhöhung der Referendare von sieben auf zehn Stunden Unterrichtsverpflichtung liegt jetzt schon mehr als ein Jahr zurück. Wir haben die Debatte in diversen Ausschüssen schon geführt, auch hier im Plenum. Ich führe aber auch gerne noch einmal aus. Es ist zum einen eine Entscheidung gewesen, die der Wirklichkeit, der Realität in den Schulen Rechnung getragen hat. Viele der Referendare waren bereits zehn Stunden eingesetzt, sodass wir das dementsprechend auch angerechnet haben. Gleichzeitig möchte ich darauf hinweisen, dass das Land Berlin, obwohl es über viele Jahre – jetzt nicht mehr, aber über viele Jahre – bundesweit den eklatantesten Lehrkräftemangel hatte, sich bundesweit bei Weitem den niedrigsten Einsatz an Referendaren geleistet hat. Sieben Stunden liegt weit unter dem Bundesdurchschnitt. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 14 Stunden eigenverantwortlichem Unterricht, sodass wir auch tatsächlich, wenn man den Vergleich ziehen mag, immer noch mit zehn Stunden weit unter dem Bundesdurchschnitt liegen. Wir haben jetzt mit der Referendarsreform eine Erhöhung auf zwölf Stunden eingeführt, Herr Hopp, aber gleichzeitig rechnen wir den Schulen weiterhin nur zehn Stunden an. Das heißt ganz klar, dass wir auch dem Rechnung tragen, was ein Teil der Referendare sich gewünscht hat, nämlich dass es wieder Möglichkeiten zur Hospitation gibt. Dem tragen wir Rechnung, denn von zehn zu zwölf, das merken Sie, sind zwei Stunden Spielraum. Nur zehn Stunden werden den Schulen auf ihr Lehrstundendeputat angerechnet, sodass diese zwei Stunden von ihren Referendaren jetzt wieder für Hospitationen genutzt werden können. – Vielen Dank! [Vereinzelter Beifall bei der CDU]
