Franziska Brychcy
Nein! – Es ist auch nicht einzusehen, dass im neuen Stadtquartier, beispielsweise in Neulichterfelde, nur eine Grundschule gebaut wird, obwohl in der Schulregion auch ein erheblicher Mangel an Schulplätzen in der Sekundarstufe I besteht und es im gesamten Bezirk nur eine weitere Gemeinschaftsschule gibt, die extrem übernachgefragt ist. Das wollen wir zukünftig mit der Berliner Schulbauoffensive stärker steuern. Wenn es einen Bedarf in der Grundstufe gibt und im Bereich der weiterführenden Schule, sollen prioritär Gemeinschaftsschulen gebaut werden. Bestehende Schulen, die zur Gemeinschaftsschule fusionieren wollen, müssen stärker unterstützt werden als bisher. Es gibt sogar Gymnasien, die diskutieren, ob sie Gemeinschaftsschule werden wollen. Dafür wird Prozessbegleitung, Fortbildung und personelle Verstärkung als Anreiz benötigt. [Beifall bei der LINKEN] Dass die CDU die wissenschaftliche Begleitung für die Gemeinschaftsschulen einfach aus dem Doppelhaushalt gestrichen hat, macht deutlich, dass sie auf die Stärkung der Gymnasien setzt, aber ihr die Weiterentwicklung der Gemeinschaftsschulen völlig egal ist, und das, obwohl Sie, Frau Günther-Wünsch, selbst stellvertretende Schulleiterin einer Gemeinschaftsschule waren und auch im Verband der Schulen des gemeinsamen Lernens GGG. Da fragen wir uns doch: Dürfen Sie in der CDU Ihre Positionen nicht mehr vertreten? [Beifall bei der LINKEN] Segregation und Ausschluss dürfen wir uns nicht mehr leisten. Die Gemeinschaftsschule ist die Schule der Zukunft, eine Schule, die Kinder nicht abschreckt, sondern begeistert, eine Schule, die jedem Kind Bildungschancen gibt, gerade dann, wenn nicht viel Geld in der Familie vorhanden ist, die durch das gemeinsame Lernen exzellente Bildungserfolge erzielt. Eine Mehrheit in diesem Haus ist dieser Auffassung. Lassen Sie uns diese Mehrheit nutzen für mehr Gemeinschaftsschulen in Berlin. [Beifall bei der LINKEN]
