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Tommy Tabor

AfD 02.07.2025 Sitzungen 19/69

Sehr geehrter Herr Präsident! Die AfD-Fraktion steht unumstößlich für den Erhalt des Gymnasiums. Diesem neuen Versuch der Grünen und der Linken, das Gymnasium zu verwässern, stellen wir uns vehement entgegen. [Beifall bei der AfD] Inklusion wird an Gymnasien praktiziert. Wir haben es heute auch schon mehrfach gehört: Im Schuljahr 2023/2024 befanden sich 692 Schüler in Integrations- und Inklusionsklassen an öffentlichen Gymnasien, Schüler aus Willkommensklassen oder auch der Schulversuch in meinem Heimatbezirk, der Hans-Carossa-Schule. Inklusion findet auch an den Gymnasien statt, jedoch schränkt der Senat ein – ich zitiere mit Erlaubnis des Präsidenten –: „Mit dem Recht auf inklusive Beschulung ist kein Anspruch auf Beschulung in einer bestimmten allgemeinen Schule verbunden“. Bauliche Maßnahmen zur Barrierefreiheit an den Gymnasien sind grundsätzlich wünschenswert. Wie das in der Praxis umgesetzt werden soll, wenn Gymnasien noch aus der Kaiserzeit stammen, ist mir allerdings ein Rätsel. Kindern mit Handicap muss der Besuch eines Gymnasiums möglich sein, wenn die Zugangsvoraussetzungen erfüllt sind. Am Gymnasium gibt es gehbehinderte, schwerhörige und sehbehinderte Schüler, die hervorragende Leistungen erbringen. Aber es liegt in der Natur der Sache, dass Schüler mit einer hochgradigen und dauerhaften Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung nicht die auf Leistung basierenden Zugangsvoraussetzungen für Gymnasien erreichen, zumindest nicht immer. Ich halte übrigens nichts davon, 30 Prozent der Gymnasialschulplätze im Losverfahren zu vergeben. Es widerspricht der Idee des Gymnasiums, wenn ein Einserschüler keinen Platz an einem Gymnasium erhält, aber ein Schüler mit einem schlechteren Schnitt als 3 zum Beispiel aufgenommen wird. Das hat auch nichts mit der Frage zu tun, ob es sich um Förderschüler handelt oder nicht. Für alle Schüler sollten die gleichen Zugangsvoraussetzungen zum Gymnasium zählen. Und das kann nur eines sein: die Leistung, gegossen in Noten. Auch Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf steht das Gymnasium offen, aber nach den für alle geltenden Zugangsregeln, damit das Gymnasium auch Gymnasium bleibt. [Beifall bei der AfD] Die AfD setzt sich daher konsequent für den Erhalt des mehrgliedrigen Schulsystems ein, das nach Leistung differenziert. Schüler sollen in möglichst leistungshomogenen Gruppen unterrichtet werden. Dieser Grundsatz erleichtert Lernfortschritt und Unterrichtsvorbereitung durch die Lehrer. Schüler nach ihrer jeweiligen Lernentwicklung und ihrem jeweiligen Leistungsvermögen in Lerngruppen einzuteilen, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Zieldifferenzierten Unterricht lehnt die AfD ab. Dazu hatten wir auch einen eigenen Gesetzesantrag vorgelegt. Zieldifferenzierter Unterricht sollte ausschließlich an inklusiven Schwerpunktschulen möglich sein. Die hier vorliegende Forderung der Grünen, den Zugang zum Gymnasium für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf auszuweiten, verstößt gegen die im Schulgesetz festgelegten Regeln zum Schulübergang. Die Umsetzung einer solchen Forderung hätte eine Klagewelle zur Folge. Da werden wir auf jeden Fall nicht mitmachen. Die Forderung, dass Gymnasien alle Fächer der Berliner Schulen anbieten sollen, so auch WAT, halte ich für einen fundamentalen Angriff auf die Institution Gymnasium. Die Grünen als auch die Linken legen mit diesem Antrag einmal mehr die Axt an die Wurzel des Gymnasiums. Am Ende stünde der Name Gymnasium nämlich nur noch vorne an der Tür, aber sozialistischer Ungeist hätte den Kern des Gymnasiums ausgehöhlt. [Beifall bei der AfD] Unter dem Logo Inklusionsschule will die Linke – und ich komme langsam zum Schluss – einer flächendeckenden Monopolgesamtschule den Weg bereiten. Der ehemalige SPD-Bildungsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Mathias Brodkorb, schrieb: Inklusion ist ein trojanisches Pferd. Und Inklusion zu Ende gedacht ist Kommunismus für die Schule. [Lachen von Elif Eralp (LINKE)] Wie sehr Brodkorb mit dieser Einschätzung recht hatte, zeigt der Vorstoß der Grünen. Ihren pathologischen Hass auf die AfD als auch auf 10 bis 12 Millionen Wähler sollten Sie wirklich mal behandeln lassen. – Herzlichen Dank! [Beifall bei der AfD]

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