parlament-berlin.de ↗

Dr. Claudia Wein

CDU 02.07.2025 Sitzungen 19/69

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer hier im Saal und an den Bildschirmen! Bereits am 12. Juni habe ich im Plenum über das Thema psychische Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen in Berlin gesprochen. Ich freue mich, dass wir heute einen weiteren konkreten Schritt gehen, denn der Ausschuss für Gesundheit und Pflege hat unseren gemeinsamen Antrag von SPD und CDU präzisiert und zur Annahme empfohlen. Wir als Koalition nehmen die Zunahme psychischer Erkrankungen bei jungen Menschen sehr ernst. Die Zahlen und Rückmeldungen aus der Praxis sind leider alarmierend, immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter Ängsten, Depressionen, Essstörungen – Tendenz steigend. Unsere Antwort darauf ist: Wir hören hin, wir schauen nicht weg, und wir handeln. [Beifall bei der CDU und der SPD] Deshalb fordern wir die Wiedereinsetzung einer Landesärztin oder eines Landesarztes für psychische und seelische Gesundheit mit klarem Schwerpunkt auf Kinder und Jugendliche. Eine solche Instanz ist keine symbolische Figur, sondern soll eine fachlich fundierte, unabhängige Stimme im Land Berlin sein, verbindend zwischen den ambulant und stationär arbeitenden Fachleuten in der Versorgung, zur Politik sowie zur Verwaltung, beratend für Politik und Verwaltung, aber auch unterstützend für Familien, Fachkräfte und die Zivilgesellschaft. Die Position war bis 2021 besetzt und hatte sich bewährt. Es ist höchste Zeit, diese wichtige Funktion wiederzubeleben. Unser Antrag zielt darauf ab, das nicht nur zu prüfen, sondern bis Ende des Jahres umzusetzen. Wir wollen keine leeren Ankündigungen, sondern konkrete Maßnahmen. Deshalb fordern wir auch: Bis zum 31. Dezember 2025 muss dem Abgeordnetenhaus ein Bericht vorliegen, wie die Einsetzung erfolgt ist und wie die neue Landesärztin oder der neue Landesarzt arbeitet. Kinder brauchen Halt, Jugendliche brauchen Orientierung, und Eltern brauchen Unterstützung. Die Landespolitik muss aktiv gestalten. Mit unserem Antrag tun wir genau das. Wir stärken unsere Verbindung zur Versorgung, wir verbessern die Beratung, und wir sorgen dafür, dass psychische Gesundheit junger Menschen den Stellenwert bekommt, den sie verdient. Ich danke den Kolleginnen und Kollegen der SPD für die gemeinsame Initiative, dem Ausschuss für die fundierte Beratung, und ich bitte Sie alle: Stimmen Sie heute für diesen Antrag für mehr Sichtbarkeit, mehr Schutz und mehr Hilfe für Berlins junge Generation! – Vielen Dank! [Beifall bei der CDU – Vereinzelter Beifall bei der SPD]

Alle Reden von Dr. Claudia Wein Protokoll ↗