Stephan Standfuß
Okay. – Jetzt wollen wir das Problem, das von Ihnen eben angesprochen wurde, noch mal ganz kurz auf den Punkt bringen. Wir reden über sechs Bäder, die nicht beheizt sind, und wir reden über nicht mal einen Monat, für den die Saison verkürzt wird. Ich war am letzten Wochenende, wie gesagt, im Strandbad Wannsee. Sie können sich vorstellen, wie viele Gäste bei dem Wetter dort vor Ort waren: genau zwei. In anderen Freibädern sieht die Situation genauso aus. Nun hat man natürlich auch noch Glück gehabt mit der Wettersituation in dieser Stadt, aber ob man ein Bad 14 Tage später öffnet oder 14 Tage früher – ich finde, da sind die Sparmaßnahmen, die die Bäder-Betriebe hier genutzt haben, sinnvoll, und sparen müssen wir nun mal. Das haben wir auch von unserem Finanzsenator jetzt schon häufig gehört, dass es eben eine Pflicht ist, die wir alle erfüllen müssen, und damit auch die Bäder-Betriebe. [Tobias Schulze (LINKE): Aber dass der Wannsee nicht beheizt wird, ist nicht so überraschend!] – Genau, der wurde auch früher nicht beheizt, wunderbar, das ist ein völlig richtiger Einwand, [Tobias Schulze (LINKE): Es geht um die Freibäder!] genauso wie viele andere Freibäder früher auch nicht beheizt worden sind. Ich sage ja, wir reden über genau sechs Freibäder, in denen jetzt tatsächlich keine Heizung mehr stattfindet. Ich finde, wenn man sich die Liste der Bäder anschaut, die beheizt werden – und ich möchte das hier gleichzeitig als Serviceleistung nutzen, das noch mal vorzulesen: Sommerbad Kreuzberg, Sommerbad Gropiusstadt, Sommerbad Pankow, Sommerbad Mariendorf, Sommerbad Seestraße, Sommerbad Staaken-West und Sommerbad Monbijou –, dann hat man in jedem Ortsteil Berlins tatsächlich ein Bad, wo man hingehen kann und wo genau die Probleme, die eben angesprochen wurden, eben nicht da sind. Man kann da mit Kindern hingehen, man kann da mit älteren Leuten hingehen. Da ist die Stütztemperatur von 22 Grad mindestens erreicht, und wenn wir ab nächster Woche mehr als 22 Grad Lufttemperatur haben, dann wird das Wasser sich sogar an die Lufttemperatur anpassen und noch wärmer sein. Da wünsche ich allen Badegästen, die dann in unsere Berliner Bäderlandschaft, vor allem die Freibäder, gehen, viel Spaß. Dann komme ich vielleicht noch mal ganz kurz – ich glaube, die Zeit habe ich noch – zum Preissystem, was Sie hier auch angemerkt haben. Wie sieht es eigentlich mit dem neuen Preissystem aus? – Wenn ich mir anschaue, wie viele Leute bei uns subventioniert in die Bäder gehen, mit ermäßigten Tickets, dann muss man eben sagen: Für 90 Minuten 2,20 Euro bis zur Tageskarte für 4,20 Euro – ich finde, dass das angemessene Preise sind für das, was geleistet wird. Und selbst die Kategorisierung, die Sie hier kritisieren, finde ich, ist absolut in Ordnung. Wenn man mehr Leistungen hat, dann ist es in unserer Welt überall so, dass man dann auch bereit ist, ein paar Euro mehr zu investieren. [Beifall von Lisa-Bettina Knack (CDU)] Wie gesagt: Für alle diejenigen, die Sie angesprochen haben, gibt es Ermäßigungstickets, und die sind eigentlich von den Preissystemen der Kategorisierung gar nicht weiter betroffen. Deshalb, finde ich, ist dieser Antrag überflüssig, und ich will dafür plädieren, dass wir ihn ablehnen. – Danke! [Beifall bei der CDU – Beifall von Dennis Buchner (SPD) und Melanie Kühnemann-Grunow (SPD)]
