Cansel Kiziltepe
Vielen Dank, Frau Präsidentin! – Vielen Dank, Herr Abgeordneter, für Ihre Frage! Obdachlosigkeit ist ein Phänomen in Berlin, in Bezug auf das der letzte Wohnungslosenbericht uns allen noch mal deutlich gemacht hat, dass das Ausmaß deutlich höher ist, als wir eigentlich eingeschätzt haben. 6 000 Menschen in Berlin leben leider in Obdachlosigkeit. Der Senat hat auch im Koalitionsvertrag festgehalten, dass wir uns der Herausforderung, Obdachlosigkeit zu reduzieren, zu überwinden, stellen wollen. Das hat auch die Bundesebene getan, das hat die europäische Ebene getan. Wir wollen alle Maßnahmen, die in unserer Macht stehen, ergreifen, um Menschen, die auf der Straße leben, zu helfen. Wir haben verschiedene Maßnahmen; die kennen Sie sicherlich alle. Wir haben in der Kältehilfesaison Unterstützungsleistungen, um Menschen vor dem Kältetod zu bewahren. Wir investieren gemeinsam mit sechs Trägern in Housing-First-Projekte, um Menschen dauerhaft und bedingungslos Wohnraum zu schaffen, damit sie zunächst einmal zur Ruhe kommen. Es gibt aber auch Menschen, die diese Angebote nicht wahrnehmen wollen und trotzdem auf der Straße leben und natürlich Unterschlupf suchen unter Brücken, an Bahnhöfen et cetera. Die Nachricht über die Bahn und die Entscheidung haben wir natürlich auch zur Kenntnis genommen, und diese Gespräche werden wir selbstverständlich auch führen. – Danke!
