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Dr. Ina Czyborra

11.12.2024 Sitzungen 19/58

Vielen Dank, Herr Präsident! – Sehr geehrter Abgeordneter Ubbelohde! Die kinderchirurgische und kinderurologische Versorgung in Berlin ist in keiner Weise gefährdet. Wie Sie wissen, haben wir am 1. Januar das Inkrafttreten des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes, das hohe Qualitätsvorgaben beinhaltet, um die Versorgungsqualität von Patientinnen und Patienten in Zukunft sicherzustellen, das heißt, auch vor dem Hintergrund zunehmenden Fachkräftemangels und steigender Kosten von stationären Krankenhausaufenthalten sowohl die Versorgungsqualität als auch die Kosten für die Versicherten im Griff zu behalten. Darauf richten sich natürlich die Häuser in unserer Stadt ein. Wir haben schon im letzten Sommer den Krankenhausbeirat gestartet; wir haben uns ja schon länger auf die Umsetzung dieses Krankenhausgesetzes eingestellt. Natürlich gucken alle Häuser in dieser Stadt, wie sie sich unter diesen neuen Rahmenbedingungen sowohl wirtschaftlich als auch versorgungstechnisch qualitativ gut aufstellen können. Das ist ein ganz normaler Prozess, den wir begrüßen. Wir begrüßen es auch, dass die Häuser sowohl für sich selbst als auch im Rahmen der Krankenhausgesellschaft, im Rahmen ihrer Kooperationen gucken, wie sie sich so aufstellen können, dass, wie gesagt, Qualität und Versorgung gesichert sind. In diesem Zuge hat uns das DRK-Klinikum Berlin Westend gebeten, den Versorgungsauftrag für die Kinderchirurgie und Kinderurologie zurückzunehmen. Das ist ein sehr sinnvoller Vorgang. Es ist insofern auch überhaupt nicht ungeordnet, sondern das ganz normale Geschehen. Es ist seitens des Klinikums festgestellt worden, dass sie wahrscheinlich die neuen Qualitätsanforderungen dort nur sehr schwer erfüllen können und sich anderweitig ausrichten wollen. Wir haben es aber dort am Standort mit keinerlei Gefährdung der Pädiatrie zu tun, der allgemeinen Chirurgie oder gar der Geburtshilfe. Wir haben mehrere andere große Häuser, die Kinderchirurgie anbieten. Das ist neben der Charité Universitätsmedizin, die sich dort in unmittelbarer Nähe befindet, das St. Joseph Krankenhaus in Tempelhof, das Sana Klinikum in Lichtenberg, das Helios Klinikum in Buch und das Vivantes Klinikum in Neukölln. Tatsächlich können wir für diese Leistungen der Kinderchirurgie eine Auslastung von 59 Prozent stadtweit feststellen; wir haben hier also erhebliche Kapazitäten, und wir können davon ausgehen, dass die übrigen fünf Kinderchirurgien in Berlin diese Leistungsreduktion am Westend vollumfänglich auffangen werden. Die Leistungskonzentration innerhalb der Berliner Krankenhauslandschaft ist ein Ziel des KHVVG, und insofern wird es im Prozess der Umsetzung zur Sicherung der Patientenversorgung für die nähere Zukunft tatsächlich noch das eine oder andere an Veränderung geben. Aber selbstverständlich ist mein Haus intensiv dabei, diesen Transformationsprozess zu begleiten und zu strukturieren. Wir stellen einen neuen Krankenhausplan auf, der ab 2027 gilt und in die Umsetzung geht. Wie gesagt, es geht hier darum, die Versorgungssicherheit, aber auch das hohe Qualitätsniveau, das im Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz angestrebt wird, in dieser Stadt sicherzustellen und umzusetzen. Wir sind sehr froh, dass das in gutem, kooperativem Miteinander zwischen meinem Haus und den Häusern in dieser Stadt auch gelingt. – Vielen Dank!

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