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Stephan Standfuß

CDU 05.12.2024 Sitzungen 19/57

Übrigens sind viele Sportstätten bei vorhergehenden Olympiabewerbungen entstanden. Ich erinnere mal ans Velodrom, an die Schwimmhalle in der Landsberger Allee und an die Max-Schmeling-Sporthalle. Das sind alles Sportstätten, die wir ohne vorhergehende Olympiabewerbungen nicht hätten. Aus diesen ganzen Gründen ist es übrigens auch nicht vergleichbar mit anderen Städten. Wenn Sie die Kosten immer von anderen Städten heranziehen, ist das an der Stelle unseriös. Zur Wahrheit gehört auch: Viele Gelder kommen vom Bund und von internationalen Sponsoren, abgesehen von einer hohen Stadtrendite. Wir reden pro Olympiatag von zweistelligen Millionenbeträgen und einem Werbeeffekt für unsere Stadt über Jahrzehnte. Denken Sie noch einmal an die Bilder aus Paris aus diesem Sommer. Sie werden sich noch für die nächsten Jahrzehnte daran erinnern, und die werden den entsprechenden Werbeeffekt auch für internationale Investoren für diese Stadt erfüllen, möglicherweise bis zu einer Durchführung von Olympischen Spielen in Berlin. Jetzt kommt das Wichtigste, nämlich der Impuls für den Sport, und zwar für den olympischen und für den paralympischen Sport. [Dr. Klaus Lederer (LINKE): Und der Breitensport?] Das ist übrigens sozial, wenn wir im Zuge der Olympiabewerbung nicht nur die Sportstätten entsprechend sanieren, sondern die gesamte Stadt endlich barrierefrei machen und inklusiv, so wie wir es beim Jahn-Sportpark schon längst gemacht hätten, wenn sich die beiden Meisen nicht so wohlgefühlt hätten. Darüber hinaus profitieren aber auch die anderen Bereiche Wirtschaft, Kultur, Verkehr und viele Bereiche, die wir im Zuge der Olympiabewerbung noch gar nicht erwähnt haben, zum Beispiel auch der Umweltschutz. Ich möchte mit Erlaubnis der Präsidentin gerne noch kurz etwas vorlesen: Betten und weitere Möbel aus recycelbarem Pappkarton, – „Solarmodule auf den Dächern erzeugen Strom, Pflanzen wehren die Sommerhitze ab, der Einsatz von Holz und Recyclingbeton soll den CO₂- Abdruck der Bauten senken, gekühlt werden die Häuser mit einem Wasserkreislauf, der 70 Meter tief ins Erdreich führt, und ein experimenteller Bürgersteig aus Muschelschalen soll Regenwasser aufsaugen und bei Hitze Verdunstungskälte erzeugen.“ [Dr. Klaus Lederer (LINKE): Was erzählen Sie da?] Meine Damen und Herren! Das ist kein Versuchsprojekt aus dem vielbesagten Bullerbü, sondern das war das Olympische Dorf in Paris. Das Dorf ist kompromisslos für die Nutzung nach den Spielen für 6 000 Menschen nachhaltig geplant worden. Das könnte Berlin an der Stelle auch gut gebrauchen. [Dr. Klaus Lederer (LINKE): Fangen wir ohne Olympia damit an!] Jetzt noch kurz zu den Berlinerinnen und Berlinern: Ja, zunächst ist einmal hervorzuheben, dass die Unterstützung wichtiger Stakeholder in Berlin gegeben ist. Dazu waren wir und sind wir übrigens mit dem LSB auch ständig im Austausch, der das auch unterstützt und auch sagt: Wir brauchen Olympia für diese Stadt. – Richtig ist aber auch, dass die Berlinerinnen und Berliner skeptisch sind, gerade bei Großprojekten, und das nicht ganz unberechtigt. Deshalb müssen wir an der Stelle noch Überzeugungsarbeit leisten, aber die Zustimmung wird von Tag zu Tag größer, erst recht, wenn man die Fans für den Sport – – [Lachen von der LINKEN]

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