Marianne Burkert-Eulitz
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn man sich den Tag anschaut, ist der Antrag der AfD die Fortsetzung des ganzen Tages, Menschen, die aus Ihrer Sicht hier nicht her gehören, irgend- wie auszugrenzen. Das haben Sie vorhin mit Menschen, die arbeitssuchend sind, gemacht. Jetzt machen Sie es mit Kindern und verschwobeln so ein bisschen Sachen, die Sie mal bei einer Recherche von 2009 – haben Sie ja gesagt – irgendwie entdeckt haben und stellen aus dem Kontext gerissen irgendwelche Behauptungen auf. Damals gab es rückgängige Zahlen an der Gustav-Falke-Schule und den Versuch der Schulleitung, Kinder von der anderen Straßenseite der Bernauer Straße – Sie wissen, wie die soziale Situation da ist – und den Eltern eine Brücke zu bauen, diese Schule zu besuchen. Das war nicht unumstritten, da es genau diese Ausgrenzungsgeschichten gab und gibt. Aber es wird Ihnen nicht gelingen, dass ein größerer Teil dieses Hauses Ihrer vermeintlichen Spur folgt, denn wir sind der Meinung, dass Mehrsprachigkeit eine wichtige gesellschaftliche Ressource ist und ein kultureller Gewinn. Sie setzen auf Spaltung, anstatt sich wissenschaftlich fundiert mit den kognitiven Vorteilen von Mehrsprachigkeit an Schulen auseinanderzusetzen. Da, glaube ich, sind wir auf dieser Seite des Hauses einer Meinung, dass gerade das ein Gewinn ist, dass wir Ihnen da nicht folgen, Kinder nicht ausgrenzen, in irgendwelche Sonderklassen stecken oder andersrum Kinder voneinander ausgrenzen. Wir wollen Heterogenität, keine Homogenisierung. Wir wollen keine Separierung, sondern Integration und Vielfalt. – Vielen Dank! [Beifall bei den GRÜNEN – Vereinzelter Beifall bei der LINKEN]
