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Joe Chialo

05.12.2024 Sitzungen 19/57

Vielen Dank für die Frage! Auch hier ist es so, dass ich als Kultursenator gesagt habe, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der Absage und den notwendigen Sparmaßnahmen mir nicht bekannt ist. Natürlich befinden wir uns jetzt in einer Situation der Konsolidierung, die gerade im Kulturbereich für viele Emotionen sorgt. Die Grundstimmung, da kann man leichte Parallelen ziehen. Ich habe aber in vielen Gesprächen mit Vinge/Müller, auch in meinem Büro, als es darum ging, die Interimsintendanz anzutreten – diese Gespräche fanden inmitten der Haushaltskonsolidierungsprozesse statt –, sie auch darauf hingewiesen, in was für ein Umfeld wir wirtschaftlich beziehungsweise finanziell geraten, wenn sie die Interimsintendanz von 2025 bis 2027 übernehmen. Insofern kann ich vielleicht verstehen, dass es in den letzten Wochen, wie wir alle gespürt haben mit der Demonstration am letzten Samstag, eine Grundstimmung ist, die sich für die Kulturschaffenden nicht leicht gestaltet und der dementsprechend Ausdruck gegeben wird. Aber persönlich habe ich jetzt nicht den Haushalt als Grund gesehen, dass sie nicht kommen, denn darüber hatten wir schon vorher besprochen. Es mag eine Rolle spielen, das will ich nicht ausschließen, aber ich würde das nicht als singulären Grund aufführen, denn es ging sicherlich auch um andere Fragen. Es ging darum: Wie ist es ausgestaltet, wenn wir beispielsweise in die Volksbühne gehen hinsichtlich des Personals, das man mitbringt, hinsichtlich der künstlerischen Freiheit und der Zusammenarbeit mit dem Personal vor Ort? – Das waren alles Fragen, die diskutiert wurden. Insofern denke ich, dass es eine Melange aus vielem ist, es aber nicht einen singulären Grund gibt.

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