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Thorsten Weiß

AfD 02.05.2024 Sitzungen 19/47

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ja, der Antrag der Grünen ist in weiten Teilen überflüssig, da die gefordertenPunktebereitsumgesetztwerden – dashaben wir jetzt schonhäufiger gehört – mitAusnahme desjährlichen Wettbewe rbs zum „beliebtesten gesunden“ und zum „klimafreundlichsten Schulmittagessen“, und einen solchenWettbewerbhalteichfürverzichtbar. Sie wollen die Zusammenarbeit zwischen Caterern und derKantineZukunftfördern?DasistschonPraxis.Wenn es Ihnen wirklich um das Wohlergehen der Kinder geht, sollten wir vielleicht mal lieber über das Essen sprechen, das die Kantine Zukunft da so vorschlägt, angefangen beim Kebab aus Mungobohnen, der kalten Erbsensuppe oderdemReisbrei. [RonaldGläser(AfD):OhGott!] Das von Ihnen geforderte digitale Bestell- und Abrechnungssystem ist auch bereits Bestandteil der neuen Ausschreibung des Schulmittagessens, wird also bereits umgesetzt. Worüber wir stattdessen einmal dringend sprechen sollten, wären die DGE-Qualitätsstandards, die Sie einfordern,dennSiewollenjaganzoffensichtlichdiebisherige Praxis noch einmal ordentlich verschärfen. Fleisch soll nach bisheriger Ausschreibung maximal achtmal innerhalb von 20 Verpflegungstagen angeboten werden. Der DGE-Qualitätsstandard empfiehlt maximal zweimal Fleisch und zweimal Fisch innerhalb von 20 Verpflegungstagen,undinBezugaufFleischsollGeflügelangeboten,aufrotesFleischgänzlichverzichtetwerden. [ZurufvonderAfD:Na,danngutenAppetit!] Die Forderung nach einem Veggieday an einem Freitag sollebenfallsverschärftwerden,densollesnurnochalle zwei Wochen geben. Ansonsten ist jeder Tag ab sofort einVeggietag. Die Gründe dafür sind so vielsagend wie entlarvend: So nennendieDGE-Qualitätsstandardsdafürnämlich – Zitat – „die geschätzten Treibhausgasemissionen“ bei der Produktion „ausgewählter Lebensmittel“ – Zitat Ende. – Hinter dem Trend zur vegetarischen und veganen Kost steht also nicht das Wohl unserer Kinder, sondern Ihre Klimaideologie, meine Damen und Herren von den Grünen. [BeifallbeiderAfD] Es geht Ihnen gar nicht primär um ein gesundes Schulmittagessen, sondern umdiesogenannte ErnährungswendeunddamitdieRettungdesWeltklimas. Die Menschen sollen selbst entscheiden dürfen, ob sie Fleisch essen, wann und ob sie Gemüse essen. Jede Bevormundung einer vegetarischen Ernährungsweise wird esmitunsnichtgeben. [BeifallbeiderAfD – KatinaSchubert(LINKE):Wirbrauchen SiezumGlückgarnicht!] – Sie aber auch nicht mehr, Frau Schubert! Sie braucht auchkeinermehr. [ZurufevonderLINKEN:Oh! – ZurufvonWernerGraf(GRÜNE)] Die eigentlichen Probleme beim Schulmittagessen liegen ganz woanders, werden aber von Ihrem Antrag gar nicht aufgeführt.VieleSchulenhabenweiterhinkeinerichtigen Mensen, also keinen Ort, an dem die Kinder vernünftig Mittag essen können. Gekocht wird auch nicht vor Ort; das Essen wird geliefert, warmgehalten, was natürlich Einfluss auf die Konsistenz und den Geschmack hat. Auch die mangelhafte Ausstattung der Schulen mit Trinkwasserspendernmussdringendthematisiertwerden. Ein weiterer Punkt: dass beim neuen Verfahren zur Auswahl des Schulcaterers Schulen die Möglichkeit haben, dieZuschlagskriterienzu gewichten. Der nächste BeteiligungsschrittistdanndieBewertungeinerSpeisekartemit 20 vegetarischen Gerichten. Diese einengende BestimmungmündetinZwangsvegetarismusundistdamitunserer Meinung nach kein angemessenes Verfahren zur BerücksichtigungderSchülerwünsche. Dass ein Viertel des Schüleressens im Müll landet, ist nicht nur ein Ergebnis der Kostenfreiheit, sondern auch der Art des Essens geschuldet. Da haben die Eltern bereits den Vorschlag gemacht, dass das Mittagessen kostenlos bleibt, solange die Kinder es auch essen, aber Eltern für nicht abgeholtes Essen die vollen Gebühren bezahlen müssen. Darüber sollten wir vielleicht mal diskutieren.IndiskutabeldagegenistunsererMeinungnachdie Praxis, dem Caterer nicht abgeholte Portionen nicht zu vergüten. Abschließendfestzuhaltenbleibt:Ihr Antragistinweiten Teilen überflüssig und setzt die falschen Prioritäten. – VielenDank! [BeifallbeiderAfD] VizepräsidentinDr.BaharHaghanipour: Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor. Vorgeschlagen wird die Überweisung des Antrags an den Ausschuss für Bildung, Jugend und Familie. – Widerspruch höre ich nicht,dannverfahrenwirso. Ichrufeauf lfd.Nr.31: GefahrendesLinksextremismusinBerlinendlich ernstnehmenundkonsequentbekämpfen! AntragderAfD-Fraktion Drucksache 19/1582 In der Beratung beginnt die AfD-Fraktion. – Bitte schön, HerrAbgeordneterWoldeit,SiehabendasWort!

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