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Jeannette Auricht

AfD 18.04.2024 Sitzungen 19/46

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Der älteren Generation ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen? – Selbstverständlich, und natürlich gehört dazu auch die Möglichkeit, Einkäufe selbstständig und ohne Hindernisse zu tätigen. Aber ganz ehrlich, die Idee, dass der Senat zusammen mit dem Handelsverband und der IHK ein Konzept für seniorengerechtes Einkaufen entwickelt soll, finde ich schon irgendwie amüsant. Allenfalls wäre mir da noch die Seniorenvertretung als Partner eingefallen, aber na gut, sei es drum. Ganz ehrlich: Unsere Einzelhändler kennen ihre Kunden, die wissen um die Bedürfnisse und Wünsche der Senioren. Sie haben das Fachwissen, die Erfahrung und die Innovationskraft, um Einkaufskonzepte zu entwickeln, die nicht nur seniorengerecht sind, sondern auch Umsatz und Kundenzufriedenheit steigern können. [Beifall bei der AfD] Der Einzelhandel verfügt also über genügend Expertise und Fachwissen, um sich dieses größeren Kundenkreises anzunehmen, natürlich auch schon aus eigenem Interesse, und er braucht bestimmt nicht die wohlfeilen Ratschläge des Senats. Der Senat sollte sich, wenn er zu viel Langeweile hat, endlich auf seine Kernaufgaben konzentrieren. Das wäre die Schaffung von Rahmenbedingungen, die es dem Einzelhandel möglich machen, aus eigener Kraft zu agieren. Sie sollten den Einzelhandel fördern und nicht bevormunden, bürokratische Hürden endlich abbauen, Wiederbelebung der Innenstädte vorantreiben, die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, um die Erreichbarkeit von Geschäften für Senioren zu erleichtern. Dazu gehören auch Parkplätze, vielleicht auch die Regulierung des Onlinehandels. Wir bräuchten auch vernünftige junge Leute, die mit einer guten Schulbildung als Azubis im Einzelhandel landen, damit der auch Personal gewinnt. Das wären alles Aufgaben des Senats. Und wenn Sie etwas für die Senioren tun wollen, hätte ich dafür auch noch ein paar Tipps: Stellen Sie ausreichend Mittel für die Umsetzung von seniorenpolitischen Maßnahmen bereit! [Beifall bei der AfD] Erhöhen Sie die Kaufkraft durch gute und auskömmliche Renten! Bekämpfen Sie die Inflation! Sorgen Sie für günstige Energie und bezahlbare Lebenshaltungskosten, damit die Senioren überhaupt Geld in der Tasche haben! Erhalten Sie die Möglichkeit, Bargeldzahlungen zu tätigen, auch analoges Leben muss weiterhin möglich sein! [Beifall bei der AfD] Sorgen Sie für Sicherheit in der Stadt und in den öffentlichen Verkehrsmitteln, viele Senioren trauen sich gar nicht mehr raus! Ich könnte noch Tausend Dinge nennen, die Sie als Senat angehen sollten, aber die Interessen der Senioren als Käufergruppe im Einzelhandel, also wirklich, that‘s not your business! Oder wollen Sie sich demnächst vielleicht bei Galeria Kaufhof oder Karstadt bewerben? Der Einzelhandel ist bereit, seine Verantwortung zu übernehmen, aber er braucht eine Politik, welche nötige Rahmenbedingungen gibt, und die nicht wie zu Zeiten der Pandemie vor allem seine Existenzgrundlage raubt. Und wenn Sie die Fachleute machen lassen und die Wirtschaftskraft und die Kaufkraft endlich wieder mit Ihrer Politik erhöhen, dann können auch die Senioren wieder in den Geschäften einkaufen gehen, wo sie sich wohlfühlen und wo sie willkommen sind. – Vielen Dank! [Beifall bei der AfD]

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