Johannes Kraft
Vielen Dank, Frau Präsidentin! – Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich wollte eigentlich nur eine Frage stellen, aber dann mache ich es doch hier noch mal, doch noch mal ausführlicher, was den Blankenburger Süden angeht. [Zuruf von der SPD: Wir bauen eine U-Bahn! – Zuruf von der LINKEN: Flugtaxis wollen Sie doch!] Frau Hassepaß! Wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben Sie doch gesagt, dass die Senatorin mit uralten Untersuchungen und uralten Zahlen agieren würde. Was Sie gerade getan haben, ist, Sie haben auf ziemlich alte Untersuchungen, uralt, wie Sie es nennen, verwiesen, was den Blankenburger Süden angeht. [Oda Hassepaß (GRÜNE): Nein!] Das Prognosemodell ist das alte gewesen. Erstens! Zweitens: Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass es keine Leistungsfähigkeitsuntersuchung gab in dem Prognosefall in der Vorzugsvariante mit der M 2 an der Kreuzung Am Steinberg und Prenzlauer Promenade! Darum hat sich weder Ihre Senatorin noch die Vorgängersenatorin gekümmert. Das ist ein entscheidender Punkt. Das ist das, was ich gerne mal sage mit: ein bisschen über den Tellerrand hinausschauen. – Sie können doch nicht eine Linie planen, die dann ein bisschen später im Stau steht. Das macht doch keinen Sinn. Jetzt reden wir weiter über das Thema Straßenbahn. [Zuruf von Antje Kapek (GRÜNE)] Sie wissen möglicherweise, das haben Sie jetzt aber nicht erwähnt, dass es bei dem Bau der Straßenbahn auf dieser Linie erheblichste Raumwiderstände gibt. Raumwiderstand ist in der Stadtentwicklung ein feines Wort dafür: Wir müssen Menschen enteignen, müssen Häuser abreißen, müssen Bäume fällen. [Vereinzelter Beifall bei der CDU, der SPD und der AfD] Das genau passiert mit dieser Straßenbahn. Das ist, was Sie wollen. In Ordnung! Kann man machen. Auf der anderen Seite sollen dann am Blankenburger Süden – – Übrigens: Inzwischen sind da Zahlen bis zu 10 000 Wohnungen, wenn man die Gartenstadt Heinersdorf mal einrechnet, im Spiel. [Zuruf von Werner Graf (GRÜNE)] Nicht auf den Feldern des Blankenburger Südens, sondern die Gartenstadt Heinersdorf! Das ist alles nicht final; das wird alles besprochen, aber darüber wird natürlich auch nachgedacht, und das wird untersucht. Jetzt erklären Sie mir mal, wie Sie – bei 10 000 Wohneinheiten plus Gewerbe, das da entsteht, plus Schulen, Oberschule und Grundschule – in 10 000 Wohnungen lebende Menschen mit einer Straßenbahnlinie von A nach B transportieren wollen, die nur im Stau steht? – Das funktioniert nicht, und genau das überprüfen wir gerade. [Beifall bei der CDU – Vereinzelter Beifall bei der SPD und der AfD]
