Gollaleh Ahmadi
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Damit Sie sich nicht wundern, Herr Gläser hatte gerade zu einem ganz anderen Antrag gesprochen. [Beifall von Melanie Kühnemann-Grunow (SPD)] Der aktuelle Antrag, über den wir heute abstimmen, ist „Filmproduktionen am Hauptstadtflughafen ermöglichen“. Darüber sprechen jetzt alle anderen. [Beifall und Heiterkeit bei den GRÜNEN, der CDU, der SPD und der LINKEN] Sie haben es im Ausschuss schon gehört. Sie haben es gerade von Herrn Goiny noch einmal gehört. Ich sage es Ihnen noch einmal: Selbstverständlich finden und fanden am BER Filmdrehs statt. 2023 gab es bislang sieben Film- und Seriendrehs am Berliner Flughafen. Darunter waren ein Kinofilm, eine internationale Serie und auch mehrere studentische Produktionen. Mehrere weitere Drehs sind in Vorbereitung. Drei dieser Drehs fanden vor dem 21. März 2023 statt, also dem Datum, an dem Ihr Antrag eingereicht wurde, in dem Sie den Senat auffordern, Filmdrehs am BER zu ermöglichen. Was soll dieser Antrag also? Offensichtlich wurde vor der Antragstellung nicht recherchiert, wie die Lage inzwischen ist, was man von Mitgliedern des Berliner Abgeordnetenhauses eigentlich hätte erwarten können. Man kann aber noch weitergehen. „Filmproduktionen am Hauptstadtflughafen ermöglichen“ ist der Titel Ihres Antrags. Das haben wir jetzt alle gesehen. Sie haben es vergessen. Sie implizieren damit in aller Öffentlichkeit, dass das bisher nicht oder kaum möglich ist. Somit ist dieser Antrag nicht nur schlecht recherchiert, eine Ressourcenverschwendung und überflüssig, sondern es handelt sich auch noch um eine Falschbehauptung oder Fake News, wenn Sie so wollen. Dafür steht die AfD: Resistenz gegenüber Fakten. Wir lehnen den Antrag natürlich ab. – Vielen Dank! [Beifall bei den GRÜNEN und der LINKEN – Vereinzelter Beifall bei der SPD]
