Cornelia Seibeld
Frau Senatorin, bitte schön! Senatorin Katharina Günther-Wünsch (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie): Sehr geehrte Frau Vorsitzende! Frau Dr. Lasić! Sie haben gehört, was ich vorhin und zu Amtsantritt gesagt habe: Es ist oberstes Ziel, Schulplätze zu schaffen, Personal auszubilden und zu binden und Qualität zu sichern. – Und da mache ich als Berliner Bildungssenatorin keinen Unterschied zwischen Berliner Kindern und zugewanderten Kindern; es sind alles Kinder dieser Stadt – das vorneweg. Dann möchte ich auch noch ganz klar sagen: Wenn wir jetzt darüber reden, dass wir Bildungsbrückenangebote an Großstandorten anbieten, dann wird es sich dabei um sogenannte Willkommensklassen handeln. Wir haben gleichzeitig im gesamten Land Berlin über 1 000 Willkommensklassen eingerichtet, davon mehr als zwei Drittel im letzten Jahr. Das macht deutlich, was das bestehende System, das Regelsystem, und damit die Bezirke geleistet haben und parallel auch noch tun. Selbstverständlich sind wir mit der Berliner Schulbauoffensive immer dabei, Regelstandorte auszubauen, neue Standorte aufzubauen. Wir schauen mit jedem einzelnen Bezirk: Welche Immobilien können wir reaktivieren? Können wir weiter ergänzen und ausbauen? –, um natürlich auch dort im Regelsystem dann Bildungsangebote zu machen und die Kinder aus den Großstandorten wieder in das Regelsystem zu überführen. Momentan ist es nicht möglich, und wir wollen auch nicht länger die Situation aufrechterhalten, wie sie aktuell ist, dass wir gar kein Bildungsangebot machen; deshalb, aus der Not heraus geboren, diese Lösung.
