Cornelia Seibeld
Frau Senatorin Günther-Wünsch, bitte schön! Senatorin Katharina Günther-Wünsch (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie): Sehr geehrte Frau Vorsitzende! Sehr geehrte Frau Dr. Lasić! Vielen Dank für die Frage! Wir haben sie auch schon ausführlich im Ausschuss behandelt. Ich möchte noch einmal grundsätzlich auf die Situation im Land Berlin hinweisen. Wir sehen uns nämlich mit zwei grundsätzlichen Faktoren konfrontiert, die sich sowohl mit der Betreuung und Beschulung als auch mit der Unterbringung der zu uns kommenden Menschen beschäftigen. Wir haben zum einen einen massiven Anstieg der Zahlen. Damit Sie eine Vorstellung bekommen: In den ersten acht Monaten dieses Jahres sind insgesamt 16 495 Asylsuchende in Berlin angekommen. Wir hatten im Vergleich dazu im gesamten Jahr 2022 6 314 Menschen, die in Berlin angekommen sind. Das macht ganz deutlich, dass die Stadt, die Bezirke und auch die Regelstrukturen weit über ihre Ressourcen hinausgegangen und tatsächlich am Limit angekommen sind. Diesen Realitäten müssen wir uns bei der Beschulung, bei der Betreuung, aber auch bei der Unterbringung stellen. Die Sozial- und Integrationssenatorin Frau Kiziltepe hat ganz deutlich gemacht, dass auch sie deswegen genötigt ist, die Großstandorte auszubauen. Aufgrund der Zahlen und der Notsituation, wie wir sie haben, hat die Sozial- und Integrationssenatorin dabei unsere volle Unterstützung. Auch im Bereich der Beschulung müssen wir uns diesen Realitäten stellen. Sie fragen ganz konkret danach, was wir in Tempelhof und Tegel planen. – In Tempelhof wird es das Ziel sein, dass wir Leichttragbauhallen errichten, um dort Brückenbildungsangebote und Brückenschulangebote zur Verfügung zu stellen. In Tegel – das wissen Sie – haben wir bereits im Juli dieses Jahres auf dem P 10 13 Container für sogenannte tagesstrukturierende Angebote aufgestellt. Diese werden wir jetzt verstärkt auch dort für Brückenbildungsangebote nutzen, ohne dabei die tagesstrukturierenden Angebote bei beiden Großstandorten aus den Augen zu verlieren, und gleichzeitig weiter die Integrationsangebote ausbauen. – Vielen Dank! [Beifall bei der CDU]
