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Cornelia Seibeld

07.09.2023 Sitzungen 19/34

Frau Senatorin Günther-Wünsch. – Bitte schön! Senatorin Katharina Günther-Wünsch (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Abgeordnete! Vielen Dank für die Möglichkeit, die Berichterstattung der letzten Tage ein wenig einzuordnen! Zum einen möchte ich erwähnen, dass es sich um kein Rundschreiben an alle Schulleitungen handelt, sondern tatsächlich um eine Handreichung, die an die Schulaufsichten gegangen ist, um mit den Themen des Lehrkräftemangels umzugehen. Dieses ist bereits am 7. Juli zum Ende des letzten Schuljahres an die Außenstellen gegangen. Und es macht ja eins deutlich: Unsere Schulen, das wissen Sie alle, sind aktuell auch nicht auf Rosen gebettet. Meine erste Mitteilung, die ich nach Amtsübernahme machen musste, war, dass dem Land Berlin knapp 1 500 Lehrkräfte fehlen, bei gleichzeitig steigendem Schulplatzbedarf. Das macht deutlich, dass wir dort handeln müssen. Mit der Handreichung haben wir diese Tatsache anerkannt und haben einen Instrumentenkasten ausgegeben, der es möglich macht, individuell an den Schulstandorten zu reagieren. Es ist eine Reihe von Maßnahmen darin aufgelistet; eine der Maßnahmen ist, dass Schulen in Rücksprache mit der zuständigen Schulaufsicht temporär und maßvoll die Stundentafel reduzieren können. Das ist aber, wie gesagt, nur eine. Denn eins muss uns klar sein: Das, was wir heutzutage, was wir jetzt in unseren Berliner Schulen vorfinden, ist ein über Jahre gewachsenes strukturelles Problem. Es wird nicht diese eine Maßnahme geben, die dieses Problem behebt, sondern wir brauchen ganz viele kleine Stellschrauben. Und darum geht es jetzt: diese Stellschrauben zu identifizieren und den Mut zu haben, sie zu drehen. – Vielen Dank! [Beifall bei der CDU]

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