Antonín Brousek
Nein, danke! [Zurufe von der LINKEN: Oh! – Elke Breitenbach (LINKE): Feige! Aber von Diskussion reden!] Jetzt wird der Regierende Bürgermeister sagen: Ich will ja gar nicht gendern, ich habe mich ja dazu geäußert. [Stephan Schmidt (CDU): Was glauben Sie, wer Sie sind? – Zuruf von Heiko Melzer (CDU)] Allerdings ist eine Sache ganz klar: Für die Leute, die gendern, ist Kai Wegner – übrigens so wie ich auch – ein alter weißer cis Mann, der nicht ernst genommen wird. [Zurufe von den GRÜNEN: Oh!] Er hat gesagt, die Senatskanzlei würde nicht gendern. Aber die Senatsverwaltungen und die Bezirksämter gendern nach wie vor. [Zuruf von Heiko Melzer (CDU)] Letztens, bei der „Bundesinnenminister:innenkonferenz“ [Vasili Franco (GRÜNE): Geht doch gar nicht!] 2023 in Berlin, hat unsere Frau Spranger dies verteidigt. Und ich hätte Sie für vernünftiger gehalten, Frau Spranger, oder mussten Sie das sagen? [Senatorin Iris Spranger: Ich bin vernünftig!] Im aktuellen Leitfaden für geschlechtergerechte Sprache der Senatsverwaltung heißt es – ich zitiere mit Erlaubnis –: In wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, dass die Verwendung der männlichen Form symbolisch und faktisch zur Benachteiligung von Frauen führt. Das sogenannte generische Maskulinum schließt Frauen aus der Vorstellungskraft der Sprechenden aus. Das ist eine Realsatire. Das hätte sich nicht mal Gerhard Polt ausdenken können, [Elif Eralp (LINKE): Leider doch!] wenn es nicht so traurig und so wahr wäre. Deswegen verweise ich zum Abschluss: Im November 2022 gab es im Landtag von Thüringen eine parlamentarische Mehrheit bestehend aus CDU und AfD dahin gehend, dass im Landtag und in der Landesregierung nicht gegendert werden sollte. [Zuruf von Elif Eralp (LINKE)] Ich sage Ihnen: Von Thüringen lernen, heißt siegen lernen, auch in Bezug auf Genderdeutsch. – Vielen Dank! [Beifall bei der AfD – Zurufe von den GRÜNEN und der LINKEN]
