Tommy Tabor
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kollegen! Liebe Berliner Familien! Wir als familienfreundliche Partei und ich als vierfacher Vater begrüßen das Gesetz ausdrücklich. Es hilft Familien in zweierlei Hinsicht: Sie werden finanziell entlastet, und ihre Wahlmöglichkeit – lasse ich mein Kind im Hort betreuen oder eben nicht, weil ich die Möglichkeit habe, es zu Hause zu betreuen – wird vergrößert. Finanzielle Aspekte spielen somit keine Rolle mehr. Das ist sehr zu begrüßen. Genau diese Punkte ziehen sich durch die AfD-Parteiprogramme. Über ein Family-Mainstreaming wollen wir erreichen, dass die Politik in unserem Land Familien in den Mittelpunkt stellt. Jegliches Handeln soll auf die Auswirkungen für Familien untersucht werden. Die AfD setzt sich für strukturelle und finanzielle Verbesserungen für Familien ein. Während Linke und Grüne versuchen, das natürliche Familienbild madig zu machen und wahlweise Hunderte Geschlechter und immer neue Opfergruppen in den Vordergrund zu schieben, stehen wir unverändert den traditionellen Familienwerten positiv gegenüber. [Beifall bei der AfD] Dazu gehört auch, dass sich Familien frei entfalten können und Entscheidungen mündig nach ihren individuellen Lebensumständen treffen können. Mit einem weiteren Jahr der kostenfreien Hortbetreuung wird den Eltern das ermöglicht. Deshalb begrüßen wir, wie gesagt, diesen Vorschlag. Kostenfreie Kitas, kostenloses Schulmittagessen, Gratisfahrten für Berliner Schüler, kostenlose Bibliotheksbesuche und jetzt noch das dritte kostenlose Hortjahr an den Grundschulen entlasten die Berliner Familien. Zwei Dinge gibt es dennoch, über die wir sprechen sollten. Erstens: Frau Khalatbari hat es zum Glück schon erwähnt, und damit scheint es wirklich auf dem Schirm zu sein, nämlich die Frage: Wo kommt das ganze Personal für die zusätzlichen zu betreuenden Kinder her? Der Hort muss ja schließlich weiterhin ein Ort sein, der den Kindern auch einen sportlichen und bildungstechnischen Mehrwert bietet. Zweitens: Aus unserer Sicht ist die frühkindliche Bildung in Berlin mittlerweile wirklich gut aufgestellt. Das kann man an dieser Stelle mal positiv erwähnen. Mit etwas Anstrengung und Leistungsbereitschaft kann aus unserer Sicht jedes Kind seine Chancen nutzen, um später ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben zu führen. Damit müsste seitens der Linksfront hier im Abgeordnetenhaus endlich mal der Schrei nach Ungerechtigkeit, Chancenungleichheit und Diskriminierung aufhören. Und zu Frau Brychcy: Ihnen geht das ja mittlerweile nicht weit genug. Die 4., 5. und 6. Klasse soll auch noch zur Hortbetreuung dazugehören. Auch, wenn ich momentan noch vier kleine Kinder habe, möchte ich trotzdem, dass sie irgendwann mal selbstständig sind und auch selbstständig nach Hause fahren können und nicht bis zur 6. Klasse im Hort betreut werden. Wir müssen den Kindern auch mal zumuten, dass sie selbstständig nach Hause gehen, sich vielleicht selbstständig mal ein Essen kochen und selbstständig Hausaufgaben machen, wenn die Eltern beruflich noch unterwegs sind. Das muss auch möglich sein in der heutigen Zeit. Von daher freue ich mich über die Diskussion, wenn es mal um das vierte, fünfte und sechste Hortjahr geht. Jetzt sind wir auf jeden Fall dafür. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit! [Beifall bei der AfD]
