Antonín Brousek
Vielen Dank, Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir, die AfD, sind selbstverständlich die Partei von Büchern und Bibliotheken. Das wurde schon im Kulturausschuss selbst vom Kultursenator Dr. Lederer ausdrücklich festgestellt. [Lachen von Bürgermeister Dr. Klaus Lederer] – Deswegen lacht er so begeistert, weil er etwas dazugelernt hat. [Beifall bei der AfD] Der Zustand der Bibliotheken ist aber gar nicht so wirklich rosig. Wenn wir uns die Stadtteilbibliotheken anschauen: 1991 gab es davon 230 Stück. Momentan haben wir in Berlin ungefähr 70. Es gibt einen Sanierungsstau, schon seit Jahren, und dem versucht man nun, mit einem Gesetz abzuhelfen. Warum ein Gesetz? Brauchen wir dafür ein Gesetz? – Nein! Gab es ein Gesetz für die Bibliothek in Alexandria oder für die British Library oder für die Anna Amalia Bibliothek in Weimar? – Nein! Es geht letztendlich darum, durch dieses Gesetz irgendetwas nach außen zu tragen, und zwar zu zeigen: Wir kümmern uns! – Das ist das Eigentliche. Worum es wirklich geht bei den angeblich dicken Brettern, ist doch, Butter bei die Fische zu geben, nämlich ganz klar zu sagen, wie viel Geld es für welche Bibliotheken gibt. Davon steht da aber gar nichts drin. Da steht drin, dass es dort Makerspaces gibt – ich weiß nicht, was das ist, [Felix Reifschneider (FDP): Och!] möchte das auch lieber gar nicht wissen –, dass es Community-Arbeit gibt, und fit für die Zukunft soll man dort auch werden. Wo aber ist das Geld?
