Felix Reifschneider
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist schon eine seltsame Wendung dieser Debatte um ein eigentlich ernstes Thema, wenn wir von den Kleingärten und den Menschen, die dort eine Scholle gefunden haben und sich darüber freuen, zu einer breitgefächerten Medienschelte kommen. Das passt hier wirklich nicht in die Debatte. [Beifall bei der FDP und der SPD] Kleingärten sind eine Berliner Tradition, haben eine wichtige Funktion für die Menschen als Erholungsraum, als ein Ort für Hobbys, als ein Ort, wo sie Träume verwirklichen können, anders als an vielen anderen Stellen in dieser Stadt; auch übrigens ein Scheitern des rot-grünroten Senats, dass es so wenige Orte gibt, wo man seine Träume verwirklichen kann. [Beifall bei der FDP] Kleingärten haben eine wichtige Funktion für die Biodiversität, sind auch manchmal Brücken von Grünanlage zu Grünanlage, und deswegen geht es auch in Zukunft natürlich darum, die Kleingärten in ihrer ökologischen Funktion zu stärken, diese Räume auf Dauer zu bewahren, soweit es eben geht. Wir lehnen den AfD-Antrag als FDP selbstverständlich ab. Die guten Gründe wurden hier teils schon dargelegt: Dieser Antrag ist untauglich mit Blick auf die Zielerreichung und wirft mehr Probleme auf, als er lösen kann. Wir wollen die Kleingärten in Zukunft gerne weiterentwickeln, und das müssen wir gemeinsam mit den sehr engagierten Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern machen, die sehr gut organisiert sind, mit denen man staatlicherseits sehr gut in den Dialog treten kann, um eine gemeinsame Interessenabwägung vorzunehmen. Uns ist beispielsweise wichtig, dass die Kleingärten sich stärker für die Nachbarschaften öffnen, beispielsweise indem auch Flächen für Gemeinschaftsgärten ausgewiesen werden, sodass mehr Menschen in der Nachbarschaft von den Kleingartenanlagen profitieren können, auch wenn man keine eigene Scholle dort besitzt. – Herzlichen Dank! [Beifall bei der FDP – Beifall von Torsten Hofer (SPD) und Dr. Turgut Altuğ (GRÜNE)]
