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Taylan Kurt

GRÜNE 11.01.2023 Sitzungen 19/24

Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Regierende Bürgermeisterin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Berlinerinnen und Berliner! Hassan, Zeynep, Azra, Olya, Mehmet und Elif, sie haben alle etwas gemeinsam, und zwar nicht das, woran gerade die CDU denkt. Sie haben etwas gemeinsam mit Christian, Janine, Brian, Cornelia, Klaus und Maria. Sie alle teilen ein gemeinsames Schicksal. Sie alle könnten jetzt von Armut betroffen sein, denn Armut fragt nicht nach Vornamen. Armut ist da in Berlin, für so viele, und zwar gerade jetzt. Hören wir den Menschen zu, die von Armut betroffen sind. Geben wir den Unsichtbaren endlich eine Stimme und den Stummen eine Bühne. Da ist beispielsweise Cornelia, die Teilzeit als Reinigungskraft arbeitet, weil sie nebenbei ihre Eltern pflegen muss. Da ist Klaus, der mit seiner kleinen Rente bisher einen bescheidenen Wohlstand hatte und nun aufgrund der explodierenden Nebenkosten zum ersten Mal in seinem Leben ein Sozialamt von innen sieht. Da sind Elif und Hassan, die den sozialen Aufstieg geschafft haben und nun merken, wie durch die Inflation ihre Einkommen weggefressen werden. Da ist Maria, die früh lernen musste, dass das Leben nicht gleichermaßen fair ist zu allen Menschen, besonders dann nicht, wenn man als Frau und als Alleinerziehende mit einem Gehalt die Kinder, die explodierenden Preise, die stark steigenden Nebenkosten und die Verdopplung der Stromrechnung gerade jetzt unter einen Hut bringen muss. Klaus, Elif, Hassan und Maria und die anderen, die ich davor genannt habe, sie sind alle erschöpft, denn Armut ist die Dauerkrise in ihrem Leben, gerade jetzt, in einer Zeit, die geprägt ist von so vielen gleichzeitigen Krisen und nicht nur für sie, sondern für viele weitere Menschen in Berlin, die noch nie arm waren. Ob die explodierenden Preise im Supermarkt, die Vervielfachung der Stromabschläge oder der Mieten- und Nebenkostenwahnsinn auf unserem Wohnungsmarkt: –

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