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Andreas Otto

GRÜNE 06.10.2022 Sitzungen 19/17

Nein, ich mache erst mal hier fertig, und danach kann er sich melden. [Zuruf von Heiko Melzer (CDU)] Gerade Dächer und Fassaden sind der Schwerpunkt. Warum ist das so? – Weil wir da natürlich sehr viel größere Anlagen unterbringen können. Wir haben als Fraktion neulich die Beratungsstelle für bauwerksintegrierte Photovoltaik am Helmholtz-Zentrum in Adlershof besucht und uns dort angeguckt, was es alles gibt, was möglich ist. Ich kann nur allen anderen Fraktionen empfehlen, sich das auch einmal anzuschauen. Es ist noch viel mehr, als wir uns alle vorstellen können. Wir können im Prinzip an jedem Wohngebäude, an allen Fassaden, sagen wir mal, außer an der Nordseite, PV anbringen. Das geht heute. Da gibt es gute Anlagen, Technologien. All das wollen wir machen. Die Balkonanlage ist dagegen vergleichsweise kleiner. Hier ist es schon gesagt worden, im Bereich 600 Watt können Sie Ihren Kühlschrank betreiben und vielleicht noch den Laptop; aber es kann helfen. Deswegen ist es sinnvoll, wenn Leute so etwas auf ihren Balkon stellen wollen. Sie haben jetzt das Ansinnen, dass wir das besonders als Berlin befördern sollen bei den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften. Wir haben uns gestern im Unterausschuss für die bauenden Beteiligungen mit der GESOBAU darüber unterhalten. Da ist es so, dass die, wenn jemand mit so einem Anliegen kommt, das wohlwollend prüfen. Natürlich haben sie da die Frage: Kann man das selber montieren? Geht das alles? Ist das schwierig? Kriegt man das technisch hin? – Das muss man regeln, und dann muss man sehr wohlwollend damit umgehen. Die arbeiten daran. Ich habe mich gewundert bei der FDP, dass Sie nur auf die landeseigenen Unternehmen abheben. Stichwort BFW – das ist ja fast eine FDP-Unterorganisation, denke ich immer, wenn ich da bin –: [Heiterkeit bei den GRÜNEN] Der BFW soll das auch machen. Haus & Grund soll das machen, unsere Genossenschaften in Berlin sollen das machen. Wir wollen, dass das alle machen. In dem Wohnungsbündnis, das die Regierende Bürgermeisterin und der Senat verhandelt haben, kommen Balkonkraftwerke nicht vor, aber da steht immerhin, die Unternehmen sagen zu, Dachflächen im Bestand auf die Eignung für Photovoltaik zu prüfen und in Quartieren … Klimaanpassungs- und Energiekonzepte zu erstellen. Da ist es also angelegt. Auch da, glaube ich, muss man mehr tun, aber wie gesagt: Fassaden und Dächer sind der Schwerpunkt. Balkonkraftwerke soll jeder machen. Kleiner Beitrag, sinnvoller Beitrag, aber wir dürfen uns dadurch nicht von den großen Aufgaben ablenken lassen, die oben auf den Gebäuden für uns sind. Dazu noch ein allerletzter Satz: Die Bauordnung ist ja noch im Geschäftsgang. Senator Geisel ist auch noch da. In der Bauordnung wollen wir ganz wesentlich ändern, dass die Abstandsbedingungen für PV-Anlagen von der Grundstücksgrenze, vom Nachbarhaus, vom Nachbardach gekürzt werden, verringert werden. Das ist eine Sache, die wir dringend benötigen, und ich hoffe, dass wir noch vor der Wahl dazu kommen. PV ist wichtig. Den Antrag werden wir in den Ausschüssen beraten. – Herzlichen Dank! [Beifall bei den GRÜNEN, der SPD und der LINKEN]

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