Franziska Brychcy
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Frau Günther-Wünsch! Einig sind wir uns, dass die Folgen der Coronapandemie für Kinder und Jugendliche wirklich eine langfristige Herausforderung sind. Da muss ich leider sagen, Herr Weiß, Ihre Rhetorik, die Sie gerade dargeboten haben, kann wirklich Wasser auf den Mühlen derjenigen sein, die zum Beispiel auch nicht davor zurückschrecken, Lehrkräfte zu bedrohen. Das finde ich wirklich nicht in Ordnung. [Beifall bei der LINKEN, der SPD und den GRÜNEN] Die Herausforderungen liegen im Aufholen von Lernrückständen, aber auch bei der psychosozialen Versorgung – wir hatten es gerade im Ausschuss. In einer solchen Situation ist es völlig klar, dass wir über das Jahr 2022 hinaus dringend Bundesmittel brauchen und dass wir uns als Land Berlin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass es zu einer Verlängerung des Corona-Aufholprogramms kommt. Über die EUREKA-Datenbank, liebe Frau Günther-Wünsch, hatten wir ausführlich diskutiert. Die Schulen hatten den Vorteil, dass sie keine Vergleichsangebote einholen und kein aufwendiges Ausschreibungsverfahren durchführen mussten. Ein aktuelles WZB-Gutachten zu diesem Aufholprogramm hat Berlin attestiert, dass ein überwiegend positives Bild gezeichnet werden kann, dass Berlin mit dem Programm LernBrücken vorangegangen ist, noch bevor das Bundesprogramm überhaupt gekommen ist, dass die Sommerschulen eine gute Maßnahme waren, dass die Lernstandserhebungen und Feedbackgespräche, die flächendeckend durchgeführt wurden, wirklich eine Besonderheit im Bundesvergleich waren, dass die Aufstockung des Schulbudgets für das Aufholen von Lernrückständen insbesondere für Schulen, wo viele Schülerinnen und Schüler sind, die Mindeststandards verfehlen und einen hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern ohne Schulabschluss haben, und auch die Einbeziehung der OSZ wirklich gut waren.
