Sibylle Meister
Sehr geehrte Präsidentin! Meine Damen und Herren! Es ist schon viel Richtiges gesagt worden. Es ist völlig unstrittig: Der Kulturhaushalt ist auf gutem Wege, die Sanierung noch nicht so ganz. Dass wir zumindest die Komische Oper jetzt priorisiert in der Sanierung drin haben, ist richtig und wichtig, allein weil es aufgrund des Brandschutzes sein muss. Für die ZLB ist es wirklich schade. Ich befürchte ein bisschen, dass uns die ZLB in eine komplett ungewisse Zukunft abrutscht und womöglich gar nicht mehr entsteht. Insgesamt ist auch in diesem Einzelplan viel Geld verteilt worden. Vieles haben wir mitgetragen. Warum gerade bei der Opernstiftung als einer der wenigen Institutionen gekürzt worden ist, bleibt Ihr Geheimnis. Dass jetzt mit dem „Kultursommer“ die Kultur wieder starten soll und unterstützt wird, ist richtig und gut so. Ich hätte mir hier insgesamt mehr Unterstützung von allen Bezirken gewünscht. Wenn man mal nachguckt: Reinickendorf: keine einzige Veranstaltung –, Spandau: eine Veranstaltung. Es ist ein bisschen schade, dass die Außenbezirke hier wieder außen bleiben. [Beifall bei der FDP] Es tut mir ein bisschen leid um Herrn Schneider. Soll ich noch mal unterbrechen? [Torsten Schneider (SPD): Nein, nein, Sie stören nicht!] – Dann fühle ich mich gut, dann mache ich einfach weiter. [Paul Fresdorf (FDP): Immer wenn Frauen reden, ist er laut!] Das ganze Thema Atelierförderung und Arbeitsprogramme – muss ich ganz ehrlich sagen, war eines der spannenden Teile in den ganzen Berichten, die wir lesen durften – hat etwas von ganz vielen Beteiligten, vielen Streitereien, ganz offensichtlich aber auch von ganz vielen persönlichen Befindlichkeiten. Ich halte es für richtig, so heranzugehen, dass wir wirklich Arbeitsräume und Ateliers für alle Sparten brauchen, und es macht Sinn, diese Struktur zentraler aufzustellen. Da wünschen wir Ihnen viel Glück bei der weiteren Zerschlagung dieses Knotens. Digitalisierung: Hier bin ich ganz bei Herrn Juhnke. Ich hätte mir ein bisschen mehr Anerkennung gewünscht, gerade bei dem, was in Coronazeiten alles ausprobiert worden ist. Ich war ziemlich begeistert von dem, was das HAU gemacht hat. Es wäre ganz schön gewesen, wenn es gelungen wäre, dort ein bisschen zu verteilen und das wertzuschätzen. Lassen Sie mich zum Schluss noch zwei Anmerkungen machen, weil wir immer wieder darüber gesprochen haben, wie weit eigentlich das Engagement von Privaten geht. Wir haben bei allen Institutionen wirklich bemerkenswerte Fördervereine und Freundeskreise. Ich finde das eine sehr gute Einrichtung und sehr lobenswert, dass wir nach wie vor Bürger und Bürgerinnen haben, die sich hier einbringen, denn im Moment sprudeln die Steuereinnahmen, aber so wird es nicht immer bleiben. [Beifall bei der FDP] Wenn wir es jetzt noch schafften, Herr Lederer, die Rieckhallen zu retten, würde mich das sehr freuen. Ich befürchte ein bisschen – – Auch da Ihnen viel Glück, Herr Dr. Lederer! Retten Sie sie ganz schnell, wie häufig bei Vermögensgeschäften, vor allen Dingen vor Ihrer Fraktion, damit es auch wirklich gut geht. – Danke schön! [Beifall bei der FDP – Torsten Schneider (SPD): Der Lederer hat zweimal genickt!]
