Franziska Brychcy
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe alle! Wir alle wissen, dass die Bildungschancen unserer Schüler und Schülerinnen nicht gerecht verteilt sind, leider auch noch nicht in Berlin. Ein Drittel der Kinder in Berlin ist von Armut betroffen, wenn man den Transferleistungsbezug der Familie zum Maßstab nimmt. An Schulen in schwieriger Lage haben die Schülerinnen und Schüler oft noch einen erhöhten Unterstützungsbedarf, sodass es hier in besonderem Maße auf das Personal und wirklich jeden einzelnen Pädagogen und jede einzelne Pädagogin ankommt. Dass der Senat angekündigt hat, bei der Einstellung ab sofort stärker zu steuern, sodass die besten Lehrkräfte wirklich an die Schulen kommen, die den größten Bedarf haben, begrüßen wir sehr. Neben dem Bonusprogramm – Herr Hopp sprach es an –, mit dem zum Beispiel Fortbildungen, Schulentwicklung und zusätzliche personelle Unterstützung finanziert werden können, trägt die Brennpunktzulage als ein weiterer Baustein dazu bei, pädagogische Fachkräfte zu halten und den erhöhten Aufwand ihrer wichtigen Tätigkeit anzuerkennen. Es ist eine Herausforderung, mit einer hohen Heterogenität der Schüler- und Schülerinnenschaft umzugehen, und auch, wenn man sehr viele Kinder in der Klasse hat, die einen erhöhten Förderbedarf haben. Frau Günther-Wünsch! Sie haben kritisiert und haben gesagt, die Brennpunktzulage würde es mit der CDU-Fraktion jedenfalls nicht geben, aber Sie haben offen gelassen, welche Anreizsysteme Sie hätten, um das Personal in den Brennpunkten an den Schulen zu halten. [Beifall von Carsten Schatz (LINKE) – Katharina Günther-Wünsch (CDU): Nein! – Stefan Evers (CDU): Sollen wir sie noch mal schicken?] Sie sprachen auch von der Schwierigkeit, dass wir durch den aktuellen Lehrkräftemangel leider nicht in der Lage sind zu entlasten – was Sie ja auch gefordert haben –, und Sie haben nicht ausgeführt, wie wir dazu kommen, wenn wir nicht auch finanziell verstärken und einen attraktiven Arbeitsplatz auch im Brennpunkt herstellen. [Stefan Evers (CDU): Wir geben euch das schriftlich!]
