Nina Lerch
Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Berlinerinnen und Berliner! Von den vielen Ungeheuerlichkeiten, die wir uns heute wieder anhören dürfen, möchte ich gern wenigstens auf eine direkt eingehen. Eine Rückkehr zu Atomstrom oder Kohleenergie ist für Berlin keine Option. [Beifall bei der SPD, den GRÜNEN und der LINKEN] Heute vor einem Monat, vor genau vier Wochen begann der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Schon vor zwei Wochen haben wir über die Auswirkungen des Krieges auf Europa, unser Land und unsere Stadt gesprochen und festgestellt, dass er bereits auch in unserem Alltag angekommen ist. Die in der Folge enorm gestiegenen Preise für Öl, Gas und Strom treffen alle Berlinerinnen und Berliner, besonders hart aber die einkommensschwachen Haushalte. Die Energiefrage begegnet uns überall: bei der Frage, wie hoch die Nebenkostenabrechnung wohl sein wird, bei Menschen, deren Vertrag von einem Strom- oder Gasanbieter plötzlich gekündigt wurde und die nun in die Grundversorgung fallen, und bei Menschen, die auf das Auto angewiesen sind und beim Tanken nun tiefer in die Tasche greifen müssen.
