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Katja Kipping

27.01.2022 Sitzungen 19/5

In der Tat! Man muss sagen: Das Boostern hat uns über die ersten Wochen gerettet. Wir haben da ein sehr enges Monitoring. Es gibt jetzt erste Anzeichen, dass die Personalknappheit in einigen Einrichtungen zum Tragen kommt. Das trifft alle. Besonders stark betroffen sind Einrichtungen mit Mitarbeitenden im Alter von Eltern, die kleine Kinder haben. Da kommen dann zwei Faktoren zusammen: die eigene Infektion bzw. das Kind in der Quarantäne, sodass dann ein Elternteil zu Hause bleiben muss. Ich war sehr froh, dass es unter Ausnutzung der Möglichkeiten, die die Infektionsschutzverordnung gibt, gelungen ist, einen Personalpool zu bilden, bei dem sich die unterschiedlichen Leistungen verständigt haben, im Zweifelsfall einspringen zu können, sodass man das bisher aufrechterhalten kann. Aber unser Krisenstab schaut auch, ob es eine Verschlechterung gibt. Die positive Prognose ist, dass Mitte Februar der Scheitel erreicht ist. Jede Verzögerung in der Dynamik, die man hinbekommt, ist elementar und existenziell für diese Einrichtungen. Ansonsten ist der einzige Ausweg, den wir neben dem Personalpool aktuell noch prüfen, der, dass man schaut, ob man dann doch für eine kurze Überbrückungszeit Quereinsteiger reinholen muss. Es ist ein Weg, den wir eigentlich nicht wollen. Deswegen ist unsere Maßgabe die Verlangsamung der Dynamik, um die Betroffenen zu schützen. Zur Verlangsamung der Dynamik kann jeder etwas beitragen.

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