Bernhard Pohl
Das war eine glorreiche Gedankenkette, Kollege Pargent. Ich versuche es mal aufzulösen. Erstens ist es wohl – von hinten nach vorn argumentiert – ein großer Fehler, dass wir in den anderen Landesparlamenten nicht vertreten sind. Dann hätten wir einiges, was wir jetzt beklagen – Kollege Müller lacht schon –, in den neuen Bundesländern so nicht. Dann gäbe es nämlich eine bürgerliche Alternative statt einer radikalen Alternative. Dieser Punkt geht also schon einmal nicht an euch. (Zuruf des Abgeordneten Tim Pargent (GRÜNE)) Zweitens. Sie fragen mich, was wir mit "reformieren" meinen, Herr Kollege Pargent. Wenn Sie mir zugehört hätten, wüsste Sie: Natürlich müssen wir das jetzige System abschaffen, damit es einem neuen System, einem vernünftigen System, das sich an Leistungsanreizen und guter Wirtschaftspolitik orientiert, Platz macht. – Genau das habe ich zum Schluss gesagt; da waren Sie wahrscheinlich in Gedanken schon dabei, Ihre Zwischenbemerkung zu formulieren, und haben deswegen nicht zugehört. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN – Tim Pargent (GRÜNE): Das hatte ich schon vorher gesagt!)
