Markus Saller
Sehr geehrter Herr Vizepräsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Zwischen mir und dem Feierabend liegen nur noch maximal sechs Minuten. Vielleicht wird meine Rede auch etwas kürzer. (Beifall bei Abgeordneten der CSU) Zunächst möchte ich feststellen, dass wir uns im Ausschuss darüber einig waren, dass wir diesen Bericht haben wollen. Warum wir das Thema hier noch einmal im Detail diskutieren, weiß ich nicht. Ich würde eigentlich lieber über das Ergebnis des Berichts diskutieren. Aber vielleicht ist es auch kein Fehler, heute noch einmal darüber zu sprechen. Bayern braucht tatsächlich mehr Gründerinnen. Bayern braucht mehr Unternehmerinnen. Wer gründet, schafft Innovation, Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Deshalb wollen wir wissen, wie sich die Gründungsaktivitäten von Frauen entwickeln, welche Hürden bestehen und welche Unterstützungsangebote bereits vorhanden sind. Genau darum geht es in unserem Berichtsantrag. Um Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich betonen: Es geht nicht um Quotenpolitik. Am Ende entscheidet die Geschäftsidee und nicht das Geschlecht, ob eine Unternehmung erfolgreich ist oder nicht. Meine Damen und Herren, wir müssen gar nicht so lange nach erfolgreichen Vorbildern im Freistaat suchen. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Frauen in Bayern eindrucksvoll gezeigt, was unternehmerischer Mut bewirken kann. So wurde Verena Pausder für ihr Engagement für digitale Bildung und Unternehmertum vielfach ausgezeichnet. Die Gründerinnen von Inveox aus München haben mit ihrer Innovation in der Medizintechnik große Aufmerksamkeit erlangt. Auch Unternehmerinnen wie Magdalena Oehl und Gründerinnen zahlreicher bayerischer Start-ups zeigen, dass Frauen erfolgreich Unternehmen aufbauen und führen können. Die Beispiele machen deutlich: Es mangelt nicht an Talent, Ideen oder Tatkraft. Entscheidend ist, dass wir die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Dazu gehören Finanzierungsmöglichkeiten, Beratungsangebote, Netzwerke und vor allem die bessere Vereinbarkeit von Familie und Unternehmertum. Genau diese Fragen greift der Antrag auf. Wir begrüßen besonders die Idee eines bayerischen Unternehmerinnen- und Gründerinnenpreises; denn sichtbare Vorbilder können junge Frauen ermutigen, selbst den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen und Informationen, Ideen und Storys in die Welt zu tragen. Das hilft. Herr Kollege Ebner hat vorhin bereits gesagt, dass sich eine Schulklasse ganz anders verhalten hat, als sie mit dem Thema einmal konfrontiert wurde. Die FREIEN WÄHLER unterstützen diesen Antrag ausdrücklich. Wir freuen uns, dass er im Ausschuss eine so breite Zustimmung erfahren hat. Wir werben deshalb auch heute in diesem Hohen Hause für Zustimmung und sehen mit Spannung dem Bericht des Staatsministeriums entgegen. Wir sind weiterhin gespannt auf Vorschläge, wie wir weibliches Unternehmertum in Bayern stärken können. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich wünsche im Anschluss an die Sitzung einen schönen Feierabend. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN und der CSU)
