Oskar Atzinger
Herr Vizepräsident, Kolleginnen und Kollegen! Multum, non multa – Qualität, nicht Quantität. Die SPD beglückt uns heute mit gleich fünf Anträgen mit dem Zweck, Bildung für nachhaltige Entwicklung in unseren Schulen konsequent umzusetzen. Die fünf Vorschläge, wie dies aus Sicht dieser Partei geschehen soll, glänzen allerdings nur durch Quantität und leider nicht durch Qualität. Hier einige Beispiele. Junge Menschen sollen "kompetent auf Klima-, Umwelt- und Sozialkrisen" vorbereitet werden. Die ersten beiden vom rot-grünen Narrativ selbst erfunden, Letztere durch rot-grüne Politiker selbst verursacht. (Heiterkeit bei der AfD) Der Totengräber versucht sich nun also als Arzt. Unter dem Anschein der Generationengerechtigkeit werden mehr Personal und ausreichend finanzielle Mittel zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele gefordert. In Wirklichkeit ist dies aber nichts anderes als Klientelpolitik für links-grüne Akademiker. Bildung für nachhaltige Entwicklung soll verpflichtender Bestandteil der Lehramtsprüfungsordnung sämtlicher Lehramtsstudiengänge werden. Wer den menschengemachten Klimawandel also anzweifelt, hätte in Zukunft kaum mehr eine Chance, Lehrer zu werden. Koordinatoren sollen die Entwicklung überwachen, und unter dem Deckmantel der demokratischen Mitbestimmung sollen Klassenräte implementiert werden; denn Partizipation erhöhe die Akzeptanz und Wirksamkeit. – Schule soll also in Zukunft ein Ort sein, an dem vorrangig Gesinnung statt Wissen vermittelt wird. Auch die AfD befürwortet Nachhaltigkeit. Wir sprechen uns aber in unserem Rahmenprogramm für die Kommunalwahl 2026 für örtliche Lebensqualität statt Agenda 2030 aus. Dabei stellt sich die AfD gegen eine vorgebliche Nachhaltigkeitspolitik, die viel Geld verschlingt, in Wirklichkeit aber die Lebensqualität in unserer Heimat verschlechtert. Die AfD stellt sich strikt gegen das Erzwingen der Verfolgung von UN-Zielen auf kommunaler Ebene und gegen die Steuergeldfinanzierung von Nichtregierungsorganisationen, die global und nicht lokal denken und handeln. Stellt man alle kommunalen Vorhaben immer unter den Vorbehalt der vermeintlichen Nachhaltigkeit oder des Klimaschutzes, dann werden diese Vorhaben nur bürokratischer und damit teurer und langwieriger. Ist es aber nachhaltig, wenn Millionen von Menschen zu uns kommen, die großteils von Sozialleistungen leben und für die wir neuen Wohnraum schaffen müssen? Ist es aber nachhaltig, wenn für die Elektromobilität hierzulande anderswo auf der Welt Rohstoffe abgebaut werden müssen und dadurch dort die Umwelt zerstört wird? Ist es aber nachhaltig, wenn Lebensmittel, die auch hier produziert werden können, aus anderen Kontinenten importiert werden und damit die Lebensgrundlage unserer Landwirte zerstört wird? – Nein, das ist es nicht! Daher lehnen wir die Anträge der SPD allesamt ab. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der AfD)
