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Tobias Beck

FREIE WÄHLER 28.01.2026 Sitzungen 19/68

Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Abschaffung der vergünstigten Familienreservierungen durch die Deutsche Bahn ist für viele Familien bedauerlich – gerade für diejenigen mit einem kleinen Geldbeutel. Ja, das Unverständnis, das im Antrag der SPD zum Ausdruck kommt, ist grundsätzlich nachvollziehbar. Der vorliegende Antrag setzt aber politisch an der falschen Stelle an. Die Preisgestaltung der Reservierungssysteme der Deutschen Bahn sind Teil unternehmerischer Entscheidungen. Sie liegen erstens grundsätzlich nicht im Zuständigkeitsbereich des Bayerischen Landtags oder der Staatsregierung. Zweitens muss uns bewusst sein, wenn wir uns diesen Schuh trotzdem anziehen und uns im Klein-Klein der Tarifpolitik verheddern, dann, wenn wir beginnen, einzelne Tarifbestandteile politisch herauszugreifen, geraten wir schnell in Systempolitik für Einzelfälle und lassen andere Kundengruppen außen vor. Familienfreundliche Mobilität wird nicht durch punktuelle Eingriffe in Reservierungsgebühren erreicht, sondern durch strukturelle Verbesserungen, durch ein verlässliches Angebot, durch gute Anschlüsse, durch bezahlbare Tickets und durch ein auf Familien ausgerichtetes Zugangebot – etwa mit Familienabteilen oder ausgewiesenen Familienbereichen im Fernverkehr. Dafür sollten wir uns in der Politik einsetzen und versuchen, gemeinsam gute politische Rahmenbedingungen zu schaffen. Außerdem gibt es mit dem Deutschlandticket gerade für junge Menschen ein sehr attraktives und kostengünstiges Mobilitätsangebot. Kurz gesagt: Unser Ziel muss sein, Mobilität für Familien insgesamt zu stärken, nicht über symbolische und politische Einzelmaßnahmen, sondern über ein leistungsfähiges und bezahlbares System. Deshalb lehnen wir den Antrag ab. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN) Fünfter Vizepräsident Markus Rinderspacher: Vielen Dank, Herr Kollege Beck. – Für die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat Herr Kollege Dr. Markus Büchler das Wort.

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