Oskar Atzinger
Verehrte Präsidentin, Kolleginnen und Kollegen! "Moribus antiquis res stat Romana virisque" – mit den alten Sitten und seinen Männern steht und fällt der römische Staat. Ich bin der Überzeugung, 2.000 Jahre später würde Cicero dem ein "feminisque" – und seinen Frauen – hinzufügen. In einer Zeit, in der unsere Gesellschaft von Unsicherheiten und tiefgreifenden Veränderungen geprägt ist, müssen wir uns fragen: Welche Werte vermitteln wir unseren Kindern in den Schulen? Wie formen diese Werte die Zukunft unserer bayerischen Gesellschaft? Wollen wir Werte, die von der aktuellen Stimmung abhängig sind? Wollen wir Werte, die davon abhängig sind, wer gerade die politische Macht innehat? Wollen wir Werte, die sich so schnell ändern können wie die Wetterlage? Oder wollen wir an unseren traditionellen Werten festhalten, die unsere Gesellschaft geprägt, uns zu Wohlstand geführt und über Jahrzehnte hinweg ein friedliches Zusammenleben gesichert haben? Werte sind der Kitt, der eine Gesellschaft zusammenhält. Sie dürfen nicht beliebig sein, sie müssen Struktur und Orientierung geben und für alle in einer Gemeinschaft gelten. Eine Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn eine gemeinsame Wertebasis besteht, die Teil dieser Gesellschaft ist. Besteht diese gemeinsame Wertebasis nicht, wird die Gesellschaft auseinanderbrechen. In Bayern, dem Land der Traditionen, der Heimatliebe und der christlichen Prägung, müssen dabei weiterhin Werte wie Disziplin, Respekt, Verantwortung und Patriotismus im Vordergrund stehen. (Beifall bei der AfD) Die Rolle der Schulen bei der Wertevermittlung ist zentral. Sie müssen Orte sein, in denen Kinder lernen, was in einer Gesellschaft richtig und was falsch ist, was erstrebenswert ist und wofür es sich zu kämpfen lohnt. Kinder müssen lernen, sich als Teil der Gemeinschaft zu begreifen, einer Gemeinschaft, die auf Leistung, Familie und christlich geprägter Identität basiert. Es muss klar sein, dass weder die Scharia Teil unserer Identität ist noch dass Frauen Menschen zweiter Klasse sind noch dass das Geschlecht wie ein Mantel gewechselt werden kann. Werte halten eine Gesellschaft zusammen. Sie geben Orientierung, was vor allem in der heutigen Zeit für unsere Kinder von unschätzbarem Wert ist. Wir sehen ja tagtäglich, welch fatale psychischen Folgen ein Werteverfall für unsere Kinder hat. Junge Menschen ohne klare Werte werden orientierungslos, haben keinen Halt und werden häufiger psychisch krank. Unter dem Deckmantel der Modernisierung findet eine Ideologisierung statt, die unsere traditionellen Werte untergräbt. Linke und grüne Ideologien sickern in den Unterricht ein, Gendertheorien, die die natürliche Ordnung infrage stellen, Klimahysterie, die unsere Kinder in Angst versetzt, Migrationspropaganda, die unsere eigene Kultur relativiert. Wir, die AfD, sagen Nein. Wir fordern eine Rückbesinnung auf eine neutrale und wertebasierte Bildung. Kolleginnen und Kollegen, die Schule ist der Spiegel der Gesellschaft. Wenn wir dort falsche Werte vermitteln, zerbricht die Gemeinschaft. Bayern verdient eine Bildung, die stärkt und nicht schwächt, eine Bildung, die auf Freiheit, Wahrheit und Tradition basiert. Wir, die AfD, wollen eine klare Wertevermittlung durch die Schulen, aber eine, die nicht durch irgendwelche Ideologien oder durch den Wunsch nach Machterhalt geleitet wird, sondern eine, die allein auf das Wohl unserer Gesellschaft und unseres Staates fokussiert ist und unseren Kindern eine Zukunft in Freiheit und Wohlstand ermöglicht. (Gabi Schmidt (FREIE WÄHLER): Und Schulausflüge!) Hoffmann von Fallersleben hat vor fast zweihundert Jahren in seinem Lied der Deutschen geschrieben: "Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang sollen in der Welt behalten ihren alten schönen Klang, uns zu edler Tat begeistern unser ganzes Leben lang [...]!" (Zuruf der Abgeordneten Gabi Schmidt (FREIE WÄHLER)) Welch wunderbaren Verse! – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der AfD)
