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Felix Freiherr von Zobel

FREIE WÄHLER 13.11.2025 Sitzungen 19/63

Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Die SPD hat heute das Thema für die Aktuelle Stunde "Was zählt die Jugend in Bayern? Anspruch und Wirklichkeit" beantragt. Auf der einen Seite bin ich Ihnen sehr dankbar für das Thema; es ist immer richtig und wichtig, die Jugend in den Mittelpunkt zu stellen und sie zu thematisieren. Auf der anderen Seite ist die Aktuelle Stunde über Jugendpolitik schon in den Brunnen gefallen. Wer über Jugendliche spricht, sie aber nicht beteiligt – genau das machen wir gerade, es steht kein Jugendlicher am Rednerpult –, der macht schlechte Jugendpolitik. (Volkmar Halbleib (SPD): Du stehst doch da!) – Nein, lieber Volkmar Halbleib, ich bin 33 Jahre alt und damit leider kein Jugendlicher mehr, auch wenn ich mich manchmal noch so fühle und es gerne wäre. (Heiterkeit – Volkmar Halbleib (SPD): Seien wir mal großzügig!) Zu meinem Vorredner Schmid muss ich sagen: Verschwörungsmythen ohne Ende. (Lachen bei der AfD) Ich bin froh, dass die Jugendringe nicht neutral sind. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN, der CSU, den GRÜNEN und der SPD) Herr Schmid, die sollen sich nicht für Senioren oder Rentner einsetzen. Die sollen Partei ergreifen und sich für die Jugend einsetzen. Das ist ganz, ganz wichtig. Das sagt eigentlich schon der Name. Ja, es kann wirklich einfach sein. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN, der CSU, den GRÜNEN und der SPD) Was hat die Staatsregierung gemacht? Was haben die Regierungsparteien gemacht? – Viel, sehr viel; zum Beispiel den Digitalpakt Schule, den Bayerischen Aktionsplan Jugend, Jugend- und Demokratiebildung, Förderung von Jugendarbeit und Jugendverbänden sowie die Jugendparlamente. An der Stelle auch tausend Dank an die Bezirksringe. Lieber Philipp Seitz, lieber Franz Wacker, ihr seid die Besten. Danke für eure Arbeit! (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN, der CSU, den GRÜNEN und der SPD) Ich bin natürlich auch allen anderen politischen und sonstigen Vertretern sehr dankbar, die sich für die Interessen der Jugend einsetzen. Gleichzeitig muss ich aber auch zugeben, dass das nicht immer der größte Wurf ist. Ich habe die Jugendringe leider erst als Politiker und nicht als Jugendlicher kennengelernt. Das gehört auch zur Wahrheit. Zur Wahrheit gehört außerdem, glaube ich, dass viele Jugendliche eine andere Mentalität wünschen. Sie wollen nicht die Mentalität: ich und mein Kind, die richtigen Freunde, keine zu großen Klassen, die richtige Betreuung für mein Kind und zu Hause dann Tabletkur. – Das will die Jugend vermutlich nicht. Doch was sie eigentlich will, kann, wie gesagt, nur die Jugend sagen und nicht ich. Aber die SPD-Kollegen zwingen mich fast zu einer Mutmaßung. Deshalb möchte ich jetzt auch mutmaßen, was die Jugend eigentlich will: Safe, gute Arbeitsplätze und krisenfreie Zeiten, kein Corona, kein Krieg und keine Inflation, eine einfache und transparente Politik und keine Versprechen in die Zukunft. Ich habe als Jugendlicher immer die eigenen vier Wände gewollt und war sehr froh, als ich sie hatte. Da ich von einem kleinen Dorf mit knapp 200 Einwohnern komme, war Mobilität für mich ein wahnsinnig wichtiges Thema, und das natürlich zu jeder Uhrzeit und zu jeder Jahreszeit. Schon mehrfach angesprochen: Jugendliche wollen, glaube ich, echte Beteiligung, kein Reden über sie, sondern ein Reden mit ihnen, Klimaschutz, wo er sinnvoll ist, ein digitales Bayern. Die Jugend ist auf keinen Fall politikverdrossen, sie ist einfach bürokratieverdrossen. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN und der CSU) Kollege Preidl ist noch deutlich jünger als ich. Er ist auch der Vorsitzende der JUNGEN FREIEN WÄHLER in Bayern; ich darf nur sein Stellvertreter sein. Lieber Julian, ich bin schon gespannt, was du gleich sagst. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN und der CSU)

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