Josef Heisl
Sehr geehrter Herr Vizepräsident, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, verehrte Kolleginnen und Kollegen! Was zählt die Jugend in Bayern? Ich möchte mich gleich zu Anfang bei der SPD für diese Aktuelle Stunde, für dieses Thema bedanken. Das ist eine Steilvorlage. Eigentlich ist das wie ein Elfmeter ohne Torwart, auch wenn Sie wieder versucht haben, alles schlechtzureden. (Beifall bei der CSU sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER – Widerspruch bei der SPD) – Hören Sie zu. Die CSU kümmert sich um die jungen Menschen in unserem Land. Die CSU hat die Jugend in die Mitte des Handelns in unserer Fraktion gestellt. Lieber Michael Hofmann, lieber Klaus Holetschek, herzlichen Dank dafür! (Beifall bei der CSU sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER – Lachen bei der AfD) Was zählt die Jugend? – Ich sage es ganz klar: Sie zählt alles. Ohne Jugend keine Zukunft, ohne junge Ideen, ohne Mut, ohne Leidenschaft gibt es keinen Fortschritt. Es gibt kein Bayern, wie wir es kennen und wie wir es schätzen. Genau deshalb sage ich: Die CSU zählt auf die Jugend und setzt sich für die Jugend in Bayern ein. (Beifall bei der CSU sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER) Bayern soll das Land bleiben, in dem junge Menschen alles werden können, was sie wollen. Wir wollen, dass sie träumen dürfen, dass sie gründen dürfen, dass sie auch einmal zweifeln dürfen und trotzdem getragen werden von einer Politik, die an unsere Jugend glaubt. Deshalb haben wir die Zukunftsgarantie geschaffen, nicht als Schlagwort, sondern als Versprechen an die jungen Menschen in unserem Land, ein Versprechen, dass Politik in Bayern jung denkt und Zukunft gestaltet. Wir waren diejenigen, die das Zukunftspapier auf zehn Seiten mit vierzig ganz konkreten Maßnahmen erarbeitet haben. Danke an die Junge Gruppe, lieber Max Böltl. (Beifall bei der CSU sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER) Über tausend junge Menschen, Jugendverbände und Vereine aus ganz Bayern haben sich an unserer Zukunftsgarantie beteiligt. Respekt und Dank für dieses Engagement. Es ist klar und ganz anders, als es die Kollegin Rasehorn vorhin gesagt hat: Wir wollen das nicht nur zu Papier bringen, nein, wir werden das umsetzen. Wir reden nicht nur, wir handeln. Wir setzen das Stück für Stück um. (Anna Rasehorn (SPD): Wann?) Wir reden nicht nur über die Jugend, sondern wir reden auch mit der Jugend, mit dem BJR, mit Jugendgremien, mit Schülervertretungen, mit Vereinen und Ehrenamtlichen in ganz Bayern. (Volkmar Halbleib (SPD): Reden ist gut, Handeln ist Gold!) Wir schaffen Beteiligung ganz konkret mit einem Jugendsummit hier im Landtag, bei dem junge Menschen die Agenda setzen, einem Tag der bayerischen Jugend, bei dem der direkte Austausch mit der Staatsregierung im Mittelpunkt steht. Hier geht es nicht um kurzfristige Aufmerksamkeit, sondern um dauerhaften Dialog, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der CSU sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER) Junge Menschen bringen ihre Ideen ein und diskutieren mit Entscheidungsträgern. Wir bleiben im Gespräch, und zwar langfristig und auf Augenhöhe. Konkret geht es mit einem Jugend-Budget weiter, mit dem junge Menschen eigene Projekte umsetzen können: direkt, unkompliziert und sichtbar in ganz Bayern. Dieses Jahr stehen 41,6 Millionen Euro für die Jugendarbeit zur Verfügung. Ich möchte ganz ausdrücklich sagen: 3,6 Millionen Euro aus der Fraktionsinitiative. Dank an die CSU, danke an die Kollegen der FREIEN WÄHLER. (Beifall bei der CSU sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER) 32 Millionen Euro davon gehen an den Bayerischen Jugendring, aber wir wollen noch mehr: ein Jugend-Budget, das in die Fläche geht. Wir werden damit Jugendthemen vor Ort weiterentwickeln, was auch unsere Demokratie in Bayern stärkt. Wir wollen mehr Jugendparlamente vor Ort mit den Qualitätsstandards des Dachverbands der bayerischen Jugendvertretungen, um Jugendlichen dauerhaft eine Stimme zu geben, einen Zukunftscheck für Gesetze, damit Entscheidungen, die wir hier im Landtag treffen, nicht die Chancen von morgen verbauen, die Jugend-App, eine digitale Beteiligungsplattform, auf der junge Menschen Ideen einbringen, diskutieren und abstimmen können. Damit holen wir Jugendbeteiligung aufs Smartphone: modern, niedrigschwellig und demokratisch. (Beifall bei der CSU sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER) Wir investieren in Sport und Gesundheit. Sport ist Bewegung, Teamgeist, Zusammenhalt, und genau das brauchen wir doch für unser Land. Deshalb sind 20 Millionen Euro für den Sportstättenbau ein wichtiger Anschub, damit junge Menschen überall in Bayern beste Bedingungen haben. Ganz erfreulich ist, dass die Zahl der Jugendlichen, die sich in Sportvereinen engagieren, massiv angestiegen ist: von 1,8 Millionen auf mittlerweile fast 2,2 Millionen Mitgliedschaften. Das zeigt: Junge Menschen wollen sich bewegen, und junge Menschen wollen Teil dieser Gemeinschaft sein; aber all das funktioniert nur, weil wir Jugendleiter und Betreuer mit Herzblut und mit Überzeugung haben. Ein großes Dankeschön an alle, die sich für unsere Jugend in Bayern engagieren. (Beifall bei der CSU sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER) Sie tragen Verantwortung und investieren Freizeit; aber auch diese Menschen müssen ausgebildet werden, und genau deshalb werden wir hier weiterhin bestens unterstützen. Wenn wir an die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 in Bayern denken, dann ist doch eines klar: Die Kinder, die heute unsere Sportstätten, unsere Vereine, unsere Hallen nutzen, sind doch die Champions von morgen. Deshalb werden wir den Sport heute und morgen bestmöglich fördern. (Beifall bei der CSU sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER) Unser freiwilliges Bayernjahr: Ein Bayernjahr bietet jungen Menschen die Möglichkeit einzutauchen in Gesellschaft, Wirtschaft, Umwelt und Sicherheit. Es schafft Orientierung und Engagement. Es ist eine riesige Chance, dass der Staat als Gemeinschaftsaufgabe gesehen wird. Finanzielle Bildung und Praxisbezug: Wir brauchen mehr finanzielle Bildung an den Schulen für Kostensteuerung und Umgang mit Krediten. Liebe Kolleginnen und Kollegen, 20 % unserer jungen Menschen gehen verschuldet in das Erwachsenenleben. Auch das werden wir ändern. Bürokratieabbau, Verwaltungsdigitalisierung, Führerschein: Die Jugend erhält Vorfahrt durch die CSU. Behördengänge müssen schneller und digital werden, sei es bei der Wohnsitzanmeldung oder beim Führerschein. Der erste Eindruck zählt. Deshalb setzen wir auf einfache, moderne und unkomplizierte Angebote für junge Menschen. Apropos Führerschein: Er muss für unsere jungen Menschen erschwinglicher werden, um ihre Mobilität zu sichern und Perspektiven zu eröffnen. Psychische Gesundheit und digitale Unterstützung: Wir setzen auf Prävention, Bewegung und soziale Unterstützung. Sportvereine, Jugendverbände, Jugendtreffs und Freizeitangebote helfen, Isolation zu verhindern, Gemeinschaft zu erleben und seelische Stabilität zu fördern. Gerade Projekte wie Digital Streetwork sind beste Beispiele für moderne und niederschwellige Hilfe. Hier können junge Menschen Rat finden, wenn sie niemanden zum Reden haben, sich unverstanden fühlen oder einfach nur Hilfe brauchen – schnell, vertraulich und unkompliziert. Wir werden dieses tolle Projekt weiter ausbauen. (Beifall bei der CSU sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER) Verehrte Kolleginnen und Kollegen, die Jugend in Bayern will kein Schulterklopfen; sie will Haltung, Vertrauen und eine Politik, die ihr zutraut, Verantwortung zu übernehmen. Unsere Jugend will gehört werden, mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Genau das werden wir als CSU-Landtagsfraktion auch als Auftrag annehmen. (Anna Rasehorn (SPD): Wann?) Abschließend möchte ich mich auch beim Präsidenten des Bayerischen Jugendrings, Philipp Seitz, für seine Arbeit bedanken. Der BJR ist der verlässliche Ansprechpartner, wenn es um Bayerns Jugend geht. (Beifall bei der CSU sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER – Zurufe der Abgeordneten Toni Schuberl (GRÜNE) und Anna Rasehorn (SPD)) Wir sind stolz auf unsere Jugend, wir stehen an der Seite unserer Jugend, denn wir brauchen diese Generation, und als CSU-Fraktion werden wir die jungen Menschen in Bayern weiter unterstützen. – Vielen herzlichen Dank! (Beifall bei der CSU sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER)
