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Florian Streibl

FREIE WÄHLER 24.07.2025 Sitzungen 19/58

Sehr geehrte Frau Präsidentin, so schnell kommt man zu einem Doktortitel. (Heiterkeit) Herr Ministerpräsident, liebe Kolleginnen und Kollegen, nachdem die stärkste Oppositionspartei nicht für alle Parlamentarier gesprochen hat, müssen wir das jetzt selbst tun. Ich möchte mich in erster Linie bei allen bedanken, die konstruktiv an der Arbeit für unser Bayern beteiligt sind. Uns geht es um die Menschen im Land. Diesen Menschen, die jeden Tag arbeiten und ihre Kinder in die Schule bringen, soll es gut gehen, und sie sollen hier in Bayern eine Heimat haben. Das ist unser Beweggrund, hier zu sein. Über die Wege können wir manchmal streiten und diskutieren, aber etwas sollten wir immer tun: Wir sollten uns gegenseitig mit Respekt begegnen. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN, der CSU, den GRÜNEN und der SPD) Wir sollten uns mit Respekt begegnen und den anderen als Menschen gelten lassen. Wir sollten ihm nicht die Würde absprechen. Meine Damen und Herren, Artikel 1 des Grundgesetzes lautet: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." "Des Menschen" – egal woher er kommt, wohin er geht, an wen er glaubt, wen er liebt, ob er reich, arm, gesund, krank, jung oder alt ist. Die Würde jedes einzelnen Menschen ist unantastbar. Das steht in Artikel 1 des Grundgesetzes. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN, der CSU, den GRÜNEN und der SPD) Im Grundgesetz steht nicht: Die Würde des deutschen Volkes ist unantastbar. Nein, die Würde jedes einzelnen Menschen. (Christoph Maier (AfD): Schreien Sie doch nicht so!) – Ich kann hier so laut reden, wie ich mag. Dass Sie hier widersprechen, zeigt nur, wes Geistes Kind Sie sind. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN, der CSU, den GRÜNEN und der SPD) Der zweite Satz des Artikel 1 lautet: "Diese Würde zu schützen und zu verteidigen ist Aufgabe jeglicher staatlicher Gewalt." Wir wissen ja, dass diese Würde tagtäglich getreten und geschändet wird. Meine Damen und Herren, in erster Linie sind damit wir gemeint, aber auch jede Frau und jeder Mann in Deutschland. Wir sollten uns gegenseitig stützen und diese Würde gegenüber denjenigen verteidigen, die diese Würde mit Füßen treten. Meine Damen und Herren, ich möchte Sie jetzt in den Sommer schicken. Nutzen Sie die Zeit, um Kraft zu tanken, Abstand zu gewinnen und zu reflektieren, was wir eigentlich tun. Wir sollten uns bewusst werden, was unser Auftrag ist und warum wir hier sind. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Urlaub. Kommen Sie alle wieder gesund zurück. Dann packen wir hier wieder an. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN, der CSU, den GRÜNEN und der SPD)

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