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Harald Meußgeier

AfD 06.05.2025 Sitzungen 19/49

Sehr geehrtes Präsidium, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Gäste auf der Tribüne! Heute beraten wir wieder einmal über die Zukunft unserer liebenswerten bayerischen Wälder. Der Wald muss im Interesse des Artenschutzes vor der Industrialisierung durch Windkraftanlagen geschützt werden. Deutschland beherbergt aktuell rund 31.000 Windkraftanlagen, die sich von 8.760 Stunden im Jahr nur circa 2.500 Stunden bewegen. Der Steuerzahler finanziert die Ausfälle. Bedenken sollte man auch die jährliche Tötung von bis zu 60.000 Fledermäusen, zahlreichen Insekten und unzähligen Vogelarten. Diese Anlagen benötigen nicht nur ausgedehnte Bau- und Zufahrtswege, sondern zerstören auch die natürlichen Lebensräume vieler geschützter Arten. Die Biodiversität wird dadurch erheblich gestört. Auch in Bayern erleben wir derzeit einen verstärkten Ausbau der Windenergie, vor allem im Staatswald. Meine sehr verehrten Kolleginnen und Kollegen, die Bayerischen Staatsforsten wurden eigentlich zum Schutz des Waldes errichtet. Aktuell haben wir bereits 101 Windenergieanlagen in Betrieb genommen und planen, diese Zahl bis 2030 auf 500 zu erhöhen. Allein im Jahr 2024 wurden mehrere neue Windparks in Oberfranken, Oberbayern und Mittelfranken initiiert. Dabei geht mir ein Projekt ganz besonders nah: der Rennsteig im Frankenwald. Der soll mit bis zu 30 Windrädern bestückt werden. Aber was geschieht zum Beispiel, wenn sich der Wind durch den Klimawandel verändert? Es stimmt bedenklich, dass trotz der Warnungen von 22 anerkannten Wissenschaftlern vor dem Bau von Windenergieanlagen in unseren Wäldern weiterhin Projekte in sensiblen Gebieten vorangetrieben werden. Dabei ist bekannt, dass schon ein einziges Windkraftprojekt den Reproduktionsraum unserer heimischen Wildkatze erheblich einschränken kann. Viel wichtiger ist aber der Umstand, dass unsere Wälder auch als natürlicher Speicher von 1.000 bis 3.000 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar fungieren. Und damit nicht genug: Sie liefern auch einen entscheidenden Beitrag zu einem angenehmen Lokalklima, indem sie kühlend auf die Umgebung einwirken. Durch die Industrialisierung unserer Wälder wird diese wichtige Funktion gefährdet: Höhere Temperaturen, fehlende Feuchtigkeit und irreversible Bodenverdichtungen senken den Wasserspiegel. Das ist fatal, gerade in Anbetracht der Trockenheit der vergangenen Jahre, meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen. Selbst Naturschutzverbände sowie grüne Organisationen stehen Windkraftanlagen in Wäldern mittlerweile kritisch gegenüber. Das ist angesichts der jahrelang erfolgten Klimapropaganda doch bezeichnend. Der Wind geht, die Sonne scheint, Strom wird produziert, und alles ist gut. – Eben nicht, meine Damen und Herren! Der Stromausfall in Spanien, Portugal und in Teilen Frankreichs in der vergangenen Woche hat klar gezeigt, dass wir ohne einen vernünftigen Energiemix keinen grundlastfähigen Strom bekommen werden. Die AfD in Bayern steht für den Schutz unserer natürlichen Lebensräume und lehnt den Ausbau von Windkraftanlagen in Wäldern und ganz besonders im Staatswald entschieden ab. Daher fordern wir erstens: keine Windkraftanlagen in Staatswäldern und Schutzgebieten. Der Erhalt unserer Wälder hat oberste Priorität. Zweitens. Die 10-H-Regelung muss wieder aktiviert werden. Der Mindestabstand von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung muss gewahrt bleiben. Statt nur auf Windkraft zu setzen, wollen wir einen breiten Energiemix, der Versorgungssicherheit gewährleistet, Blackouts verhindert und die Umwelt schont. Lassen Sie uns gemeinsam für den Erhalt unserer Natur und der Biodiversität und für eine zukunftsfähige Energiepolitik eintreten. Deshalb bitte ich Sie heute dem Wald zuliebe um Zustimmung zu unserem Gesetzentwurf. (Beifall bei der AfD)

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