Martin Stümpfig
Frau Kollegin Enders, ich wohne im Landkreis Ansbach. Wir haben eine Größe von 2.000 Quadratkilometern, fast so groß wie das Saarland, und haben drei kleinere Krankenhäuser. Ein Krankenhaus ist schon geschlossen, Neuendettelsau mit der Diakonie. Wir haben wahnsinnig weite Entfernungen zum nächsten Krankenhaus. Da stehen wir wirklich mit dem Rücken an der Wand. Wir haben ein hohes Defizit. Diese kommunalen Krankenhäuser kosten uns 20 Millionen Euro oder 30 Millionen Euro. Wir wissen wirklich nicht weiter. Man ringt um Lösungen. Ich habe dann der Gesundheitsministerin Gerlach geschrieben. Sie hat vor einem Monat geantwortet und sagt: Es gibt keine rechtliche Grundlage, von staatlicher Seite in den grundsätzlichen Krankenhausbetrieb einzugreifen oder anzuordnen, wo welche Versorgung stattzufinden hat. – Baden-Württemberg ist gleich angrenzend. Die Krankenhäuser in Crailsheim oder Schwäbisch Hall haben wieder eine eigene Struktur. Wir haben die Nachbarlandkreise. Wir können nicht genau wissen, wo denn jetzt die Kardiologie hin soll. Soll sie nach Ansbach, soll sie nach Rothenburg? Wir brauchen eine aktive Krankenhausplanung. Und da verweigert sich die Staatsregierung mit diesem Verweis.
