Josef Heisl
Sehr geehrte Frau Präsidentin, verehrte Kolleginnen und Kollegen! Mein Vater hat zu mir als jungem Menschen immer eines gesagt: Josef, ihr als junge Menschen in unserer Gesellschaft habt ein ganz, ganz großes Privileg. Ihr könnt die Zukunft unseres Landes gestalten. – Mein Vater hätte stattdessen auch zu mir sagen können: Josef, als junge Generation seid ihr naiv oder unerfahren. – Vielmehr hat er mir Mut mitgegeben, engagiert, kreativ und zuversichtlich zu sein. Jetzt liegt es in unserer Verantwortung, dass wir jungen Menschen den Weg bereiten und dafür Sorge tragen, dass sie genauso engagiert und voller Zuversicht in die Zukunft gehen können. Von Generation zu Generation war es bei uns selbstverständlich, dass es ein junger Mensch besser hat: Besser als die Eltern, besser als die Großeltern. Dieses Versprechen von Aufstieg und Fortschritt müssen wir der heutigen Jugend geben! (Beifall bei der CSU und den FREIEN WÄHLERN) In unserer politischen Verantwortung liegt es, dass wir unseren jungen Menschen eine Garantie für eine gute Zukunft geben. Dazu gehört aber auch, dass wir hinhören, die Jugend wahrnehmen und vor allem ihre Themen ernst nehmen. Fakt ist: In Deutschland leben so wenige junge Menschen wie nie zuvor. Nur etwa 10 % der Bevölkerung sind zwischen 15 und 24 Jahre alt. Aber genau diese 10 % werden unser Land in der Zukunft prägen. Als jugendpolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion kann ich eines sagen: Wir als CSU stehen für eine aktive Jugendpolitik. (Beifall bei der CSU und den FREIEN WÄHLERN) Wir sehen es als große Chance, dass junge Menschen an der Politik und am Mitbestimmen ein hohes Interesse haben. Genau hier setzt unser Zukunftsversprechen an die Jugend in Bayern an. Wir zeigen schon jetzt ganz deutlich, dass wir die Zukunft der Jugend im Blick haben. Etwa 29 Millionen Euro hat der Freistaat Bayern 2024 an den Bayerischen Jugendring für wertvolle Angebote im Bereich der Jugendarbeit gegeben. Ich darf in diesem Zusammenhang ganz herzlich Philipp Seitz vom Bayerischen Jugendring begrüßen, der heute mit einer großen Abordnung junger Menschen hier ist. (Beifall bei der CSU und den FREIEN WÄHLERN) Darüber hinaus haben wir mit Fraktionsinitiativen kräftig Geld in die Hand genommen; ich möchte nur ein paar Punkte nennen: 250.000 Euro für die Aktion Jugendschutz, 400.00 Euro für die Stärkung der Bayerischen Sportjugend, 300.000 Euro für Jugendkunstschulen, 100.000 Euro für queere Jugendarbeit. Ich habe mich persönlich sehr dafür eingesetzt, dass 1,73 Millionen Euro an den Bayerischen Jugendring weitergegangen sind. Das sind Mittel, die der BJR zur freien Verfügung für weitere Projekte erhalten hat. Lieber Sepp Zellmeier, lieber Tom Huber, liebe Kolleginnen und Kollegen von den FREIEN WÄHLERN, vielen herzlichen Dank für die Unterstützung bei diesem Vorhaben! (Beifall bei der CSU und den FREIEN WÄHLERN) Wir werden auch im Jahr 2025 die Jugendarbeit kräftig über verschiedene Initiativen weiter fördern. Aber wir werden noch mehr tun, um junge Menschen in Bayern nachhaltig zu stärken. Wir müssen uns jetzt darüber Gedanken machen, welche Werte wir der Jugend vermitteln wollen und in welchen Bereichen wir unterstützen wollen. Wir müssen uns überlegen, wie wir die Demokratie stärken wollen und wie wir Zusammenhalt und Integration fördern wollen. Natürlich sind hier die Schulen ein zentraler Faktor für die Vermittlung von Werten zur Integration und zum Zusammenhalt. Ebenso sind die bayerischen Jugendverbände sowie die Bildungseinrichtungen ein wichtiger Teil der Demokratiebildung. Auch deshalb hat die Staatsregierung 2,5 Millionen Euro in Projekte zur Demokratiebildung in ganz Bayern vergeben, und das ganz gezielt. Vielen Dank an unsere Jugendministerin Ulrike Scharf. (Beifall bei der CSU und den FREIEN WÄHLERN) Ein Herzensanliegen ist mir das Engagement junger Menschen. Es ist für uns vor allem unverzichtbar, dass sich die Jugend einbringt. Aber wie können wir dieses Engagement noch weiter unterstützen? – Eine Stellschraube ist sicherlich die Ausbildungsförderung für Jugendleiter. Wir wollen aber auch die Freiwilligendienste weiter stärken und ausbauen. Sport ist für uns ein wesentlicher Anknüpfungspunkt zur Unterstützung der Jugend. Die Bewerbung für die Olympischen Spiele 2040 in Bayern gehört zu unseren ganz großen Zielen. Ich freue mich persönlich sehr darüber, dass wir so engagiert herangehen. Aber die Olympiasieger 2040 werden in den nächsten Jahren ausgebildet und trainiert. Darum werden wir auch weiterhin den Breiten- und Spitzensport insbesondere für junge Menschen unterstützen. Sport spielt natürlich auch im Rahmen der Gesundheit eine große Rolle. Sicher, Pflege und Gesundheit sind auf den ersten Blick keine Themen, die man unmittelbar mit der Jugend in Verbindung bringt. Aber es sieht anders aus, wenn wir über die psychische Gesundheit sprechen: Gerade bei Kindern und Jugendlichen zählen psychische Belastungen zu den häufigsten Behandlungsgründen. Neben der medizinischen Behandlung sind insbesondere Prävention in Form von Sport, Engagement in ehrenamtlichen Vereinen und Verbänden und Bewegung von zentraler Bedeutung. Wir setzen aber auch ganz gezielt bei Themen wie bezahlbarer Wohnraum, berufliche Bildung und Mobilität an. Bezahlbarer Wohnraum für junge Menschen ist längst nicht mehr nur ein Problem in den Ballungsräumen. Auch im ländlichen Bereich werden wir hier weiter ansetzen. Eine gute Nachricht zur Mobilität von jungen Menschen gab es erst letzte Woche: Der Bayerische Ministerrat hat beschlossen, das 365-Euro-Ticket um ein weiteres Jahr zu verlängern. Damit schaffen wir Sicherheit und Planbarkeit für das Schuljahr 2025/2026. (Beifall bei der CSU und den FREIEN WÄHLERN) Zur Medienbildung: Wir müssen weiterhin Bildungsformate und interaktive Plattformen gezielt ausbauen. KI, Fake News und Hatespeech – wir werden die Jugendlichen bei diesen Themen nicht alleinlassen, gerade vor dem Hintergrund der politischen Bildung. Der Bayerische Aktionsplan Jugend bildet die Grundlage für eine umfassende Stärkung der politischen Beteiligung junger Menschen. Ich habe jetzt viel darüber gesprochen, welche Voraussetzungen wir für die Jugend in Bayern erhalten und schaffen werden. Wir werden ein Zukunftsversprechen, eine Zukunftsgarantie abgeben. Dieses Versprechen kann aber keine Vollkaskoversicherung des Staates sein. Nein, dazu gehören auch Pflichten. Wir müssen wieder zu einer Leistungsgesellschaft werden. Zukunft bedeutet auch Leistungsbereitschaft: Weg vom Traum der 4-Tage- und 30-Stunden-Woche. Auch die Frage, was ein junger Mensch für die Gesellschaft leisten kann, ist für mich eine entscheidende Frage. Ich begrüße aus tiefster Überzeugung die Überlegungen zu einer verpflichtenden Gesellschaftszeit, zu einem verpflichtenden Gesellschaftsjahr. Dieses Jahr rückt das Bewusstsein für gesellschaftlichen Zusammenhalt wieder stärker in den Fokus der Menschen. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und werden der Jugend ein Zukunftsversprechen, eine Zukunftsgarantie geben, ein Versprechen, das unserer Jugend Mut macht. Wir als CSU sind der verlässliche Ansprechpartner. Wir sind die Kümmerer und die Problemlöser. Es liegt in unserer Verantwortung, Zuversicht auszustrahlen für ein erfolgreiches, soziales und freies Leben der künftigen Generationen. Wenn jemand gezeigt hat, wie Jugendpolitik richtig geht, dann sind wir das in Bayern. (Beifall bei der CSU und den FREIEN WÄHLERN)
