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Florian von Brunn

SPD 16.10.2024 Sitzungen 19/30

Sehr geehrter Herr Vizepräsident, sehr geehrte Damen und Herren! Der Umweltausschuss war im Jahr 2016 in Kanada. Da haben wir uns auch die sogenannten HGÜ-Leitungen angesehen, mit denen die Kanadier aus dem Norden Wasserkraftstrom bis in die USA transportieren. Da standen wir alle davor und haben gesagt: Was, das sollen die Monstertrassen von Hubert Aiwanger sein? Auch die Kollegen von den FREIEN WÄHLERN, ich glaube, Nikolaus Kraus und Benno Zierer, waren dabei. Das waren ganz normale Hochspannungsleitungen. Heute stehen wir vor einer ganz anderen Problematik. Wir haben festgestellt, wir brauchen einen starken Netzausbau. Das kostet Geld. Der Verzicht auf Putins Gas hat die Energiekosten zusätzlich nach oben getrieben. Wir wollen die Energiewende, wir wollen sauberen und günstigen Strom, und deswegen ist es doch nur vernünftig zu sagen, wie es die Bundesregierung jetzt getan hat, wir bauen oberirdisch, weil es einfach fünf- bis achtmal billiger ist. Das kommt den Menschen zugute. Allein im letzten Jahr haben die Strompreise durch den Netzausbau um mehrere Cent pro Kilowattstunde mehr betragen, und diese Kosten müssen wir den Menschen doch ersparen. Deswegen begrüße ich, was der Ministerpräsident gesagt hat. Er will dieses Ziel mitverfolgen. Mich wundert allerdings diese Debatte und dieses Rumgeeiere heute. Ich finde, der Landtag sollte insgesamt einfach dafür stimmen, dass wir dort, wo es möglich ist, oberirdisch bauen, weil es für den Geldbeutel der Verbraucherinnen und Verbraucher gut ist. Wir werden dem Antrag zustimmen. (Beifall bei der SPD und den GRÜNEN)

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