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Oskar Atzinger

AfD 26.09.2024 Sitzungen 19/28

Wertes Präsidium, Kolleginnen und Kollegen! Semper paratus – allzeit bereit! – So müsste in meinen Augen der Leitspruch eines jeden Schülers lauten. Sollte es nur noch angekündigte Tests geben, würde dies den gefährlichen Trend zum Bulimie-Lernen verstärken. Unangekündigte Tests sind den Schülern nicht nur zuzumuten, sondern auch Voraussetzung für nachhaltiges Lernen. Stegreifaufgaben vulgo Exen sind an bayerischen Schulen bereits jetzt fakultativ. Das bedeutet, Lehrkräfte führen die Leistungserhebung in pädagogischer Eigenverantwortung durch. Die AfD steht für das Leistungsprinzip an bayerischen Schulen. Zu diesem gehört die Möglichkeit eines unangekündigten Tests sehr wohl. Eine Abschaffung der unangekündigten Tests würde ein erneutes Absenken des Bildungsniveaus zur Folge haben. Dass sich sogar die Präsidentin des BLLV für ein verändertes Leistungsverhältnis ausspricht, macht mich fassungslos. Es ist nicht sinnvoll, die Schüler in Watte zu packen; denn irgendwann werden sie in der harten Lebenswirklichkeit aufschlagen. (Beifall bei der AfD) Im Berufsleben ist Flexibilität gefordert, und die lernt man nicht, wenn während der Schulzeit immer alles angekündigt war. Bereits in der Sitzung des Bildungsausschusses vom 18. April 2024 wurde eine Petition zur Abschaffung unangekündigter schriftlicher Leistungsnachweise, also Stegreifaufgaben, mit den Stimmen der Regierungsparteien und der AfD abgelehnt. Daher verwunderte es mich vor einigen Tagen zunächst, dass Frau Kultusministerin Stolz unangekündigte Tests auf den Prüfstand stellen wollte. Sie kündigte an, die Zahl der Leistungsnachweise in den Blick zu nehmen und zu prüfen, ob diese noch zeitgemäß seien. Anscheinend beabsichtigte sie, dass sich Bayern mit schnellen Schritten dem Bildungsniveau Bremens annähert. Aber ein Machtwort des Ministerpräsidenten und Möchtegern-Kanzlers Dr. Markus Söder rief Frau Ministerin Stolz wieder husch, husch ins Körbchen zurück, und alles bleibt wie bisher bei den Exen; und das ist gut so. (Beifall bei der AfD) Die Tatsache, dass die SPD dieses Thema nun für einen Dringlichkeitsantrag gewählt hat, zeigt, wie sehr diese Partei von den wirklichen Problemen der bayerischen Bürger entfernt ist. Wie die Petition damals im Bildungsausschuss so lehnen wir auch jetzt den Dringlichkeitsantrag der SPD-Fraktion selbstverständlich ab. Jetzt noch ein Wort zum nachgezogenen Dringlichkeitsantrag der GRÜNEN. Es stimmt sicherlich – das steht im Dringlichkeitsantrag –, dass man sich nicht nur auf schriftliche Tests und Klausuren konzentrieren soll. Aber das ist bereits jetzt möglich. Man kann mündliche Tests vielleicht etwas stärker gewichten. Aber ansonsten kann man zu diesem nachgezogenen Dringlichkeitsantrag nur eines sagen: Das Kind wird mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kollege Tomaschko ist leider nicht da. Ich wollte ihm noch etwas sagen. Das werde ich dann auf eine meiner nächsten Reden verlegen. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der AfD)

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