Martin Böhm
Lieber Herr Kollege Tim Pargent von den GRÜNEN, das System der Einlagensicherung, das wir im Moment haben, ist einfach formuliert eine Ex-ante-Lösung. Die Gelder sind in gewissen Fonds für den Worst Case reserviert, dass eine Bank ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Auf europäischer Ebene denkt man – vereinfacht dargestellt – über Ex-post-Lösungen nach. Das heißt, es wird so lange gewartet, bis das Institut nicht mehr zahlt, und dann überlegt man sich, welches Land – wenn es im Fall eines großen Crashes überhaupt noch zahlungsfähige Länder gibt – überhaupt noch in der Lage ist, Geld zuzuschießen. Üblicherweise werden das natürlich die Länder mit einer guten Bonität sein, sprich: Es wird Deutschland treffen. Finden Sie diese Lösung im Sinne der bayerischen und deutschen Bürger gut? Oder wie sehen Sie das?
