Jörg Baumann
Sehr geehrter Herr Vizepräsident, sehr geehrte Kollegen Landtagsabgeordnete! Werte Kollegen von der CSU, ich hätte von Ihnen eigentlich erwartet, dass Sie nach dem Ausgang der Wahl zum Europäischen Parlament diese thematisieren würden; denn unser Freistaat leidet. Er leidet unter der Bürokratie aus Brüssel und dem Verbrennerverbot. Er leidet unter der mutwilligen Zerstörung unserer Industrie und dem täglichen ideologischen Irrsinn, dem wir ausgesetzt sind. (Barbara Fuchs (GRÜNE): Geht es um Sport, oder habe ich was falsch verstanden?) – Einen kleinen Moment, bitte! – Danke. – Warum haben Sie die Aktuelle Stunde nicht (Unruhe bei der CSU) wie letzte Woche den Haushalt genutzt, um ein wenig nach Berlin zu brüllen? Die Überschrift der Aktuellen Stunde hätte eigentlich lauten müssen: "Neuwahlen jetzt! – Die Ampel ist aus!" (Beifall bei der AfD – Michael Hofmann (CSU): Von euch brauchen wir mit Sicherheit keine Belehrungen! Das ist doch wohl lächerlich! In Zukunft sage ich euch auch, was ihr machen sollt! – Weitere Zurufe) – Doch, Moment! Auch wenn Markus Söder mit seiner Politik oft falsch liegt, sagt er in Bezug auf die Wahlen etwas Richtiges. Er sagte: "Die Ampel ist de facto von den Bürgern abgewählt worden. Es braucht einen Neustart für unser Land. (Markus Rinderspacher (SPD): Zur Sache, Herr Abgeordneter!) Die Ampel hat kein Mandat mehr, hat kein Vertrauen mehr in der Bevölkerung." (Unruhe – Michael Hofmann (CSU): Herr Präsident, wie wäre es, wenn man mal zum Thema redet?) – Ein Satz noch, danke. – "Deswegen sollte es jetzt so rasch wie möglich Neuwahlen geben. Olaf Scholz ist ein König ohne Land." (Zuruf: Themaverfehlung!) Da hat er recht, der Markus. Zum Sport. (Zurufe: Ah!) Ich bedanke mich herzlichst bei allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfern, engagierten Sportlern, Kinder- und Jugendtrainern in unserem Freistaat. (Beifall bei der AfD – Michael Hofmann (CSU): Das ist sehr überzeugend, nach der Einführung!) Sie alle ermöglichen ein gesundes, starkes und selbstbewusstes Bayern. Ihre unermüdliche Arbeit und Hingabe sind das Herzstück unserer Vereine. Sportvereine sind Orte der Zusammenkunft der Dorf- und Stadtgemeinschaften in unserem schönen Freistaat. Sie sorgen dafür, dass unser Land gesund und leistungsfähig bleibt – ein gesunder Geist in einem gesunden Körper. Sport sorgt für eine gesunde Vitalität, die uns zu Höchstleistungen treibt, und für Spektakel, wenn Nachbarortschaften gegeneinander antreten. Leider wird unser Sport kaputtgemacht. Er wird zerstört durch Ideologie und Kuschelpädagogik. Deutschland war und ist stark, weil es Leistung belohnt hat. Das ist aber vorbei. Seit diesem Jahr sind die Bundesjugendspiele kein Wettbewerb mehr, sondern ein Ringelpiez. "DIE ZEIT" schreibt bereits im Jahr 2023: Jetzt gibt es Teilnehmerurkunden für alle statt strahlende Sieger. 70 Jahre haben die Bundesjugendspiele unsere Jugend zu Sport angespornt und Wettbewerb gefördert. Exzellenz und Elite gelten als verdächtig. Gut, dass Bayern wenigstens nicht auf diesen Narrenzug aufgesprungen ist. Der kindliche Ehrgeiz wird nun erfolgreich eingehegt. Es ist das chronische Leiden der deutschen Bildungspolitik: Morbus Mittelmaß. Ohne Wettbewerb, ohne Ansporn und ohne Sport geht unser Land unter. Aber nicht nur die Ideologie und die Kuschelpolitik sind Gift für unseren Sport. Was unseren Sport in erheblichem Maße stört, ist die Politisierung. Die Antidiskriminierungsbeauftragte Ferda Ataman will, dass Männer in Damen-Fitnessstudios gehen können, wenn sie sich als Frauen fühlen. Der Fall aus Erlangen ist bekannt: Ataman wollte der Betreiberin des Fitnessstudios für Frauen eine Strafe aufbrummen. Noch mal: Ein Mann, der sich als Frau fühlt, nimmt also keinerlei Rücksicht auf Hunderte Damen in einem Fitnessstudio, erwartet aber, dass alle auf seine Gefühle Rücksicht nehmen. – Ich halte das für hochgradig schizophren. (Beifall bei der AfD) Damen-Saunen und Damen-Fitnessstudios sind Schutzräume, in die Frauen gehen, um Sport ohne Männer zu machen. Die AfD will diese Schutzräume für unsere Frauen erhalten. (Beifall bei der AfD) Kennen Sie die Dame Laura? – Laura spielt in einer Damen-Fußballmannschaft. So weit, so unauffällig. Laura ist einen Kopf größer als die Mitspielerinnen. Auch das ist nichts Ungewöhnliches. Laura hat aber eine Glatzenbildung, welche untypisch ist, und Laura könnte sich einen Vollbart wachsen lassen. Laura ist biologisch ein Mann. Laura verschafft ihrer Mannschaft einen ungleichen Vorteil, welcher mit dem Sinn des sportlichen Fairplays nicht in Einklang zu bringen ist, sondern diesen in aller sichtbaren Form grotesk verdreht. (Tim Pargent (GRÜNE): Das ist wirklich widerlich, was Sie hier abziehen!) – Nein, das ist die Wahrheit. – Ein Mann darf sich jetzt also als Königin fühlen, wenn er auf dem Sportplatz des FC Hinterdupfing körperlich unterlegene Frauen umholzt. – Gratuliere! (Beifall bei der AfD – Markus Rinderspacher (SPD): Mein Gott, ist das schwach!) Früher nannte man so etwas unfair. Heute nennt man es wohl Feminismus 3.0. (Markus Rinderspacher (SPD): Das ist krass peinlich, was Sie abziehen!) Geborene Männer gehören nicht in Damen-Umkleidekabinen, und ich weiß nicht, was daran lächerlich ist. Männer gehören nicht in Damen-Sportvereine, Männer gehören nicht in den Frauensport. Männer sind im Schnitt einfach körperlich stärker und größer, und sie nehmen jetzt Frauen die Siegeslorbeeren weg. (Beifall bei der AfD) Wir fordern daher ein Verbot von Männern im Frauensport, denn es gibt nur Männer und Frauen. Dass das so ist, haben wir übrigens von Herrn Boris Pistorius gelernt. (Markus Rinderspacher (SPD): Wenn das alles ist, was Ihnen einfällt!) Das Selbstbestimmungsgesetz gilt im Kriegsfall eben nicht, denn da sind alle Männer in Frauenkleidern wie durch Zauberhand wieder Männer. (Zuruf des Abgeordneten Markus Rinderspacher (SPD)) Die Kanonen brauchen Futter. Ein weiteres gutes Beispiel, wie die Politik Sport kaputtmacht, ist unsere Nationalmannschaft, der man das "National" genommen hat. Es gab eine Zeit, da hat sich unser Land gemeinsam hinter der Nationalmannschaft versammelt. Ein Sommermärchen, Millionen Menschen auf der Straße, Millionen Deutschlandfahnen an den Autos, an den Fenstern, in den Geschäften, wir standen wie ein Mann hinter unserer Mannschaft. Es gab ein Gefühl von Einigkeit und Heimat. (Markus Rinderspacher (SPD): So ist das heute auch noch!) Dann fing man an, Spieler nach ihren politischen Meinungen zu fragen. Vereine wurden genötigt, bei dem Regenbogen-Gedöns mitzumachen. Eine Minderheit setzte sich durch, und man trug plötzlich komische Armbinden anstatt der deutschen. (Tim Pargent (GRÜNE): Ihre russische Nationalmannschaft spielt nicht mit!) Die FIFA mischte mit und forderte schließlich das Tragen der One-Love-Armbinde. Das hielt allerdings die Innenministerin nicht davon ab, sich und Deutschland in aller Welt zu blamieren. Auch die Spieler der Nationalmannschaft waren davon so entsetzt, dass sie sich den Mund zuhalten mussten. Die Ergebnisse dieser Posse sind bekannt, und mittlerweile kann man darüber lachen. Worüber man allerdings nicht lachen kann, ist, wenn der politische Islam in das Trikot der deutschen Nationalmannschaft schlüpft. (Beifall bei der AfD – Holger Dremel (CSU): Was hat das mit Sport zu tun?) Hier werden alle Augen zugedrückt und alles relativiert. Der rechte Zeigefinger ist eine politische Botschaft, auch wenn es der DFB nicht glaubt. Die Generation Islam sieht das anders und wirbt damit. Die Generation Islam ist eine Tarnorganisation der islamistischen Hizb ut-Tahrir, die einen islamistischen Gottesstaat und ein globales Kalifat anstrebt, in dem dann natürlich auch die Scharia gilt. (Holger Dremel (CSU): Sport ist das Thema!) Es ist nicht die einzige Verfehlung des Nationalspielers Rüdiger. Nach den Terrorattacken von Paris 2020 likte er den Beitrag eines Islamisten, welcher unter anderem das Gesicht von Macron mit einem Stiefelabdruck zeigte. Wer es immer noch für eine gute Idee hält, dass Antonio Rüdiger als Vorbild für unsere Kinder in der Nationalmannschaft spielt, der sollte vielleicht mal zum Arzt gehen. (Beifall bei der AfD) Der Sport hat leider seine ideologische und politische Unschuld verloren. (Zuruf des Abgeordneten Tim Pargent (GRÜNE)) Es gibt nur eine Partei, die Sport wieder zu dem machen will, was er war, einem fairen Wettkampf, und das ist die AfD. (Beifall bei der AfD)
