Martin Stümpfig
Frau Kollegin Schack, wir haben das Thema bei uns im Wirtschaftsausschuss. Warum auch immer es im Wirtschaftsausschuss landet, wissen wir beide nicht. Man kann sich schon fragen, warum der Herr Aiwanger die Jagd zu sich gezogen hat. Man muss das schon noch einmal klar infrage stellen. Sie haben in Ihrer Rede die Frage nicht beantwortet, warum wir in Bayern als einziges Bundesland noch den Eichelhäher schießen. Sie haben von Populationsstabilität gesprochen. (Michael Hofmann (CSU): Das ist eine bewusste Entnahme! Hat sie doch gesagt!) Aber warum schießen wir fünf bis zehn Prozent einer stabilen Population? Aus welchen Gründen? Und dann noch einmal die Hochrechnung: Die Eiche ist der Zukunftsbaum. Sie ist einfach sehr klimatolerant. Die Aussagen, die mein Kollege Hierneis zitiert hat, sind alles Aussagen der Staatsregierung, die wir auf Anfragen bekommen haben. Sie ziehen anscheinend in Zweifel, dass die Eiche die bestgeeignete Baumart für den Klimawandel ist. Von den 5.000 Eicheln, die der Eichelhäher vergräbt, findet er eben die Hälfte nicht mehr. Aus diesen 2.500 Eicheln wachsen dann viele Eichen hoch. Daher kommt diese Hochrechnung, gemäß der man sagt: Vielleicht wird jede vierte der versteckten Eicheln ein Baum. Daher der enorme Wert der Eiche.
