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Julia Post

GRÜNE 17.04.2024 Sitzungen 19/16

Liebes Präsidium, liebe Kolleginnen und Kollegen! Vor Kurzem hat mich folgende Zuschrift erreicht, die mehr Substanz hat als die Rede meines Vorredners: "Wir Mütter brauchen dringend Hilfe. Wir sollen arbeiten, als hätten wir keine Kinder, und die Kinder großziehen, als würden wir nicht arbeiten." Das ist die Situation von Eltern in Bayern. Sie werden von der Regierung alleingelassen und stehen täglich am Rande der Erschöpfung. (Beifall bei den GRÜNEN – Martin Wagle (CSU): So ein Blödsinn! – Tanja Schorer-Dremel (CSU): Blödsinn! – Martin Wagle (CSU): So ein Blödsinn!) Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder in besten Händen sind. Dafür sind sie bereit viel zu geben. Doch in den vergangenen Monaten ist das Leben für die Menschen spürbar teurer geworden. Vielerorts kamen für viele steigende Kitagebühren obendrauf. Für Kinder entscheidet sich in der frühen Lebensphase verdammt viel. Der Grundstein für das Lebensglück und die Chancen, die man mal im Leben haben wird, wird in den ersten sechs Lebensjahren gelegt, und zwar sowohl für die soziale Entwicklung als auch für die intellektuelle Entwicklung. Dafür braucht es in diesen Jahren Bildung, nicht einfach nur Betreuung und Aufbewahrung. Diese Bildung, diese Zuwendung wird von Menschen, von pädagogischem Fachpersonal, geleistet bzw. sie würden sie gerne leisten. Doch sie gehen regelmäßig unter im Verwaltungskram und kämpfen mit zu großen Gruppen, die individuelle Zuwendung erschweren oder gar unmöglich machen. Was wir dringend brauchen, das sind gute Arbeitsbedingungen und angemessene Bezahlung, damit wieder mehr Menschen diese Berufe ergreifen, die unsere Kinder stark für die Zukunft machen. (Unruhe)

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