Tim Pargent
Wir haben jetzt zum wiederholten Mal die Wahl eines Landtagsvizepräsidenten der AfD auf der Tagesordnung. Ich betone: Wahl. Unsere Abgeordneten sind frei. Ich sage aber auch: Die Mitglieder meiner Fraktion schauen sich sehr genau an, was die AfD-Fraktion in diesem Parlament treibt. Es ist ein trauriges, wenn nicht vielleicht das traurigste Kapitel dieses Parlaments, dass die Aufzählung Ihrer rechtsextremen Entgleisungen meine Redezeit um ein Vielfaches sprengen würde. Meine Fraktion schaut aber auch genau hin, wenn es um die konkreten Vorschläge geht. Da hat sich der Abgeordnete Mang mit seiner Bewerbungsrede, wie ich sie nennen will, nicht gerade hervorgetan. Er hat sich aber auch in der Vergangenheit nicht hervorgetan, als er im Frühjahr 2020 eine Rüge des Präsidiums, dessen Teil er nun werden möchte, für die Aussage erhalten hat, dass er in der Politik der Altparteien Wegmarken des Faschismus erkannt haben will. Ich finde, das ist daneben. Noch eine letzte Anmerkung. Wenn ich mir das Wahlergebnis der letzten Vizepräsidentenwahlen Ihrer Fraktion anschaue, wo Sie noch nicht einmal alle Stimmen Ihrer eigenen Fraktion erhalten haben, (Zurufe von der AfD) frage ich mich, ob es wirklich um die Wahl selbst geht oder ob es Ihnen mit der ständigen Beantragung dieses Tagesordnungspunktes nicht vielmehr darum geht, Ihr Theater in der Form, wie Sie es auch in Ihrer Vorstellungsrede gemacht haben, hier im Parlament vorzuführen. – Vielen Dank. (Beifall bei den GRÜNEN – Zuruf von der AfD: Sie führen sich selber vor!)
